04.04.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Handelsstreit stellt Bewertung auf dem Prüfstand

Gute Nachrichten sind derzeit Mangelware: Die Bewertungssituation hat sich mit den deutlichen Verlusten zwar etwas entspannt, kann aber noch nicht als attraktiv bezeichnet werden. Ohnehin stellt sich die Frage, ob die Konjunktur ihren Zenit nicht überschritten hat. Vor allem in Europa enttäuschen seit Wochen die Zahlen aus der Wirtschaft. Am Dienstag setzte sich der negative Trend mit den Einkaufsmanagerdaten aus der Industrie fort. Hier trübte sich die Stimmung den dritten Monat in Folge ein und belastete den Euro. Heute folgen aus den USA die Auftragseingänge der Industrie sowie der stark beachtete ISM-Index für den Dienstleistungsbereich (16 Uhr).

USA legen im Handelskrieg nach

Mit Blick auf den Handelskrieg könnten sich die Gewinnprognosen der Analysten als zu optimistisch erweisen. In einem zweiten Schritt hat die amerikanische Regierung Abgaben von 25 Prozent auf 1300 chinesische Importgüter im Gesamtvolumen von 50 Mrd. Dollar verhängt. China kündigte neue Gegenmaßnahmen an und will die Schiedsgremien der Welthandelsorganisation anrufen. Damit steigt die Gefahr, dass sich der verschärfende Handelskrieg negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirken könnte.

Analysten rechnen für das erste Quartal bei den US-Firmen mit einem Gewinnwachstum von gut 17 Prozent und einem Umsatzanstieg von mehr als sieben Prozent. Für das Gesamtjahr wird sogar ein Gewinnplus von 18,5 Prozent unterstellt. Sollte der Handelskrieg weiter eskalieren, müssten die Prognosen wohl nach unten angepasst werden.

Investoren meiden Risiken

An den asiatischen Börsen sorgte der Zollstreit bereits für Zurückhaltung. Der Nikkei pendelte bei dünnen Umsätzen seitwärts. Zuvor hatten die US-Indizes einen deutlichen Schlussspurt hingelegt, der Dow Jones stieg um 1,6 Prozent. Auch die Technologietitel waren gefragt, konnten die Verluste vom Montag aber nicht kompensieren. Gute Autoabsatzzahlen für den Monat März sowie ein starker Börsengang des Musik-Streamingdienstes Spotify sorgten in New York für gute Laune.

Der DAX wird nahezu unverändert bei 12.000 Punkten erwartet. Aktien von Volkswagen stehen im Vordergrund, die Wolfsburger setzten im März in den USA 18 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im Vorjahr. Daimler und Smart mussten hingegen einen Rückgang von knapp drei Prozent hinnehmen.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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