06.08.2018 10:30
Anzeige

MÄRKTE AM MORGEN | Handelsstreit wird zum Währungskonflikt

Der Deutsche Aktienmarkt bleibt vorerst in der Warteschleife, eine klare Tendenz dürfte sich auch in der neuen Handelswoche kaum abzeichnen. Fast ein Drittel der DAX-Firmen wird über die Geschäftsentwicklung berichten. Dazu zählen Beiersdorf, Commerzbank, Deutsche Post, Eon, Münchener Rück, Adidas, Deutsche Telekom, ThyssenKrupp und Merck.

Der Deutsche Aktienmarkt bleibt vorerst in der Warteschleife, eine klare Tendenz dürfte sich auch in der neuen Handelswoche kaum abzeichnen. Fast ein Drittel der DAX-Firmen wird über die Geschäftsentwicklung berichten. Dazu zählen Beiersdorf, Commerzbank, Deutsche Post, Eon, Münchener Rück, Adidas, Deutsche Telekom, ThyssenKrupp und Merck. Im Vorfeld werden Anleger ihr Pulver trocken halten, zu groß erscheint das Risiko, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Dollar und Yuan unter Beobachtung

Aber nicht nur die Berichtssaison bleibt ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Auch der Handelskrieg zwischen den USA und China und damit den beiden größten Volkswirtschaften sorgt für Zurückhaltung. Jederzeit ist mit neuen Drohungen zu rechnen. Eng damit verknüpft bleibt die massive Abwertung des chinesischen Yuan. Mit der Talfahrt versucht China die negative Wirkung der Strafzölle abzufedern. Die Währungsabwertung motiviert Trump wiederum zu neuen Strafzöllen mit der Folge, dass der Yuan weiter abrutscht. Für China kommt der Konflikt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sich das Wirtschaftswachstum abkühlt. Dies könnte mittelfristig auch negative Folgen für die Weltwirtschaft haben.

Zum Wochenauftakt bleibt der Dollar im Aufwind, während der Euro unter Druck steht. Mit 1,155 Dollar steht die Gemeinschaftswährung auf dem tiefsten Niveau seit fünf Wochen. Der starke Dollar setzt zugleich den Edelmetallen zu, Gold bleibt mit 1214 Dollar angeschlagen. Nahezu unverändert starten die Kurse am Ölmarkt. Der Streit zwischen dem Iran und den USA sorgt für Unruhe.

Linde-Fusion wieder fraglich

Auch an den Aktienmärkten ist zum Auftakt nicht mit stärkeren Bewegungen zu rechnen. In den USA legte der Dow Jones am Freitag um 0,5 Prozent zu, auf Wochensicht blieb der Index nahezu unverändert. Für den Tech-Index Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent aufwärts. Durchwachsen präsentieren sich die asiatischen Märkte, der Nikkei liegt leicht im Minus. In Frankfurt wird der DAX nahezu unverändert bei 12.620 Punkten erwartet. Als Stimmungsdämpfer erweisen sich neue Wirtschaftsdaten aus Deutschland: Im Juni sackte der Auftragseingang der deutschen Industrie um vier Prozent ab, erwartet wurde nur ein Minus von 0,3 Prozent.

Bei den Einzelwerten sorgt die angestrebte Fusion zwischen Linde und Praxair für Bewegung. Wegen kartellrechtlicher Bedenken müssen möglicherweise mehr Unternehmensteile veräußert werden als bisher erwartet. Im vorbörslichen Handel sackt die Linde-Aktie um rund sechs Prozent ab.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.