15.06.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Hexensabbat beendet die Woche der Notenbanken

Nach dem größten Tagesgewinn seit rund zehn Wochen sind die DAX-Optimisten zum Wochenschluss wieder im Vorteil. Auch zur heutigen Eröffnung bleibt die Stimmung gut, der Index wird leicht höher bei 13.130 Zählern erwartet.

Nach dem größten Tagesgewinn seit rund zehn Wochen sind die DAX-Optimisten zum Wochenschluss wieder im Vorteil. Auch zur heutigen Eröffnung bleibt die Stimmung gut, der Index wird leicht höher bei 13.130 Zählern erwartet. Bis September wollen die Währungshüter wie bisher jeden Monat für 30 Mrd. Euro Anleihen erwerben. Danach wird das Volumen auf 15 Mrd. Euro reduziert, bevor das Programm Ende Dezember ganz auslaufen soll. Die wichtige Botschaft für die Märkte war aber, dass vorerst nicht mit Zinserhöhungen zu rechnen ist. EZB-Chef Mario Draghi verkündete zwar eine Marschroute für den Ausstieg, machte aber auch klar, dass die beispiellose Liquiditätsversorgung der Märkte bestehen bleibt und wenn nötig die expansiven Maßnahmen wieder hochgefahren werden.

Euro auf Talfahrt

Draghi hat sich somit die Hintertür für erneute Anleihekäufe offen gelassen, was an den europäischen Aktienmärkten mit einer Rally gefeiert wurde. Besonders der mit zahlreichen Exportwerten gespickte DAX profitierte zusätzlich von der kräftigen Euro-Abwertung. Zur heutigen Eröffnung steht die Gemeinschaftswährung im Bereich des Zwei-Wochen-Tiefs bei rund 1,15 Dollar. Auch der heutige große Verfall an den Terminmärkten dürfte die Kurse zuletzt bewegt haben. In der kommenden Woche wird sich zeigen, wie nachhaltig der Impuls war. Vergleichsweise ruhig blieb die Lage hingegen zuletzt an den Rohstoffmärkten. Bereits seit Mitte Mai pendelt Gold in einer engen Spanne zwischen 1280 bis 1310. Silber wechselte hingegen erstmals seit rund acht Wochen wieder für mehr als 17 Dollar den Besitzer. Im April hielt sich der Preis allerdings nach einer ähnlichen Bewegung nur sehr kurz über dieser Marke. Brent steht im frühen Geschäft nahezu unverändert bei knapp 76 Dollar.

Tech-Aktien weiter stark

In den USA reagierten Investoren deutlich zurückhaltender. Der Dow Jones bewegte sich erneut kaum von der Stelle, während die wichtigsten Technologieindizes auf Rekord kletterten. Neben guten Konjunkturdaten sorgte vor allem die anhaltende Übernahmefantasie im Mediensektor für Kauflaune. Um Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox zeichnet sich ein Bieterwettkampf zwischen Walt Disney und Comcast ab.
Unter den 30 DAX-Werten richtet sich das Interesse auf die Papiere der Allianz. Berichten zufolge plant Europas größter Versicherer einen mobilen Bezahlservice in Deutschland.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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