MÄRKTE AM MORGEN | Investoren warten auf die Rede von Fed-Chef Jay Powell
Mit deutlichen Kursgewinnen hat der S&P500 Montag abgeschlossen und liegt damit deutlich über der 200-Tage-Linie von 2.733,19 Punkten. Für Rückenwind bei dem US-Index hatten anfangs die sinkenden Zinsen für zehnjährige US-Anleihen und der Rückgang des Dollar gesorgt, zumal die Verkäufe neuer US-Häuser entgegen der Prognose der Volkswirte eingebrochen waren. Eine US-Bank hatte zudem geschrieben, der Ausverkauf am Anleihenmarkt sei vorbei. Obwohl die Zinsen anschließend wieder nach oben gedreht sind, und sich der Dollar etwas erholt hat, haben Investoren kräftig bei US-Aktien zugegriffen, zumal der VIX weiter gesunken ist. Gefragt waren dabei vor allem die Papiere an der Technologiebörse Nasdaq, wobei die FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix und die Google-Mutter Alphabet) deutliche Gewinne verbucht haben. Das Papier des US-Chipherstellers Qualcomm legte kräftig zu, nachdem der Konzern gesagt hatte, er sei zu Gesprächen über das Übernahmeangebot von Broadcom bereit. Da störte Investoren selbst die Meldung nicht, dass die EU Technologiefirmen künftig stärker besteuern will. Auf die Meldung hin gab der Euro gegenüber dem Dollar etwas nach. Umso genauer könnten sich Investoren die heutige Rede des neuen Fed-Chefs Jay Powell vor dem Kongress anhören. Sie beginnt um 14.30 Uhr.
Apple im Fokus
Kräftige Gewinne verbuchte am Montag auch die Apple-Aktie. Zwar hatten die Analysten eines US-Brokers gewarnt, dass die Verkäufe des iPhone X im laufenden Quartal „sehr schwach“ sein könnten, nachdem sie bereits im vergangenen Quartal mit 77,3 Mio. Stück deutlich unter den Prognosen der Finanzprofis gelegen waren. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg werde Apple allerdings im Herbst drei neue Smartphones vorstellen, ein großes, ein preisgünstiges und eines mit der gleichen Größe wie derzeit, aber leistungsstärker.
DAX-Trio legt Zahlen vor
BASF hat 2017 bei einem kräftigen Umsatzplus den bereinigten operativen Gewinn um 32 Prozent gesteigert. Die Dividende klettert um 0,10 Euro auf 3,10 Euro. Im laufenden Jahr will der Chemieriese weiter wachsen. Der Gesundheitskonzern Fresenius hat das 14. Jahr in Folge Rekordergebnisse erwirtschaftet. Allerdings gibt es bei der geplanten Übernahme des US-Arzneiherstellers Akorn einen neuen Rückschlag. Dort gab es möglicherweise Unregelmäßigkeiten in der Produktentwicklung. Die Tochter Fresenius Medical Care (FMC) hat ebenfalls Rekordzahlen vorgelegt. Allerdings hat sie in einem laufenden Vergleichsverfahren mit der US-Börsenaufsicht und dem -Justizministerium wegen fragwürdiger Geschäftsvorgänge 200 Mio. Dollar zurückgestellt. Der DAX liegt vorbörslich bei 12.550 Punkten, Brent notiert bei 67 Dollar je Barrel, Gold bei 1.334 Dollar je Unze. Die Inflationsdaten für Deutschland stehen um 14 Uhr im Fokus der Investoren. Um 14.30 Uhr kommen aus den USA die Daten zu den Aufträgen langlebiger Gebrauchsgüter. Der S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex wird um 15 Uhr veröffentlicht.
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