MÄRKTE AM MORGEN | Investoren warten auf EZB-Sitzung und Amazon

Der Zinsanstieg in den USA ist am Mittwoch nahtlos weitergegangen. Gleichzeitig war der Dollar gegenüber Euro und Yen geklettert. In dem Umfeld war der S&P500 zwar schwach in den Handel gestartet, allerdings drehte der Index knapp oberhalb der 200-Tage-Linie nach oben und schloss den Handelstag mit einem Gewinn von 0,2 Prozent ab.
Dabei gab es Meldungen, demnach die US-Justiz ermittelt, ob der chinesische Telekomausrüster Huawei Technologies möglicherweise die Iran-Sanktionen unterlaufen habe. Nach ZTE wäre das die zweite große chinesische Telekomfirma, die Strafen durch die USA fürchten muss. Dabei könnte bei einigen Investoren die Sorge vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China erneut hochgekocht sein. Die Twitter-Aktie gab nach der Zahlenvorlage vom Dienstag um 2,4 Prozent, weil sich Investoren etwas Sorgen wegen des Wachstums machen.
Facebook präsentiert Ergebnisse
Die Zahlen von Facebook liegen deutlich über den Schätzungen der Analysten. Der Umsatz ist um 49 Prozent auf 11,97 Mrd. Dollar gestiegen. Der Gewinn je Aktie erreichte 1,69 Dollar. Die operative Marge kletterte von 41 auf 46 Prozent. Der Konzern hat zudem das Aktienrückkaufprogramm um 9,0 Mrd. Dollar aufgestockt.
EZB-Sitzung im Fokus
Der DAX notiert vorbörslich bei 12.420 Punkten. Eine Reihe von DAX-Unternehmen hat Ergebnisse vorgelegt. Die Deutsche Bank hat einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht. Der neue Chef Christian Sewing will den Konzern kräftig umbauen. Die Lufthansa kommt wegen der verspäteten Lieferung von Flugzeugen mit dem Kapazitätsaufbau langsamer voran als geplant. Statt um 9,5 Prozent soll das Flugangebot 2018 nur um 8,5 Prozent wachsen. Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal von der gestiegenen Volatilität an den Märkten profitiert und dabei den Umsatz und den bereinigten Gewinn deutlich gesteigert. Der Spezialchemiekonzern Covestro hat die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Zudem legen heute Volkswagen, Royal Dutch Shell und Total die Zahlen vor.
Brent notiert bei 73,50 Dollar je Barrel. In der vergangenen Woche waren die US-Öllagervorräte überraschend gestiegen. Der Goldpreis ist mit 1.324 Dollar je Unze stabil. Um 13.45 Uhr gibt die EZB die Ergebnisse ihrer Sitzung bekannt. Ab 14.30 Uhr schauen sich Investoren die Pressekonferenz mit EZB-Chef Mario Draghi an. Gleichzeitig werden in den USA die Aufträge langlebiger Gebrauchsgüter veröffentlicht. Nach Börsenschluss in den USA präsentieren Amazon, Microsoft und Intel die Zahlen.
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