MÄRKTE AM MORGEN | Investoren warten auf Netflix-Zahlen
Der DAX hat am Freitag um 0,4 Prozent zugelegt. Zu den meistgehandelten Aktien gehörte ausnahmsweise jene von Fresenius, sie ist um 3,1 Prozent gesunken. Investoren befürchten im Streit um die abgesagte Übernahme des US-Konzerns Akorn im Falle einer Niederlage vor Gericht hohe Kosten. Sollte Fresenius den Generikahersteller am Ende doch übernehmen müssen, würden alle zuvor von Unregelmäßigkeiten betroffenen Produkte von Akorn zurückgerufen und die Betriebsprozesse überarbeitet, sagte ein Fresenius-Manager. Das Papier von ThyssenKrupp gab um 1,3 Prozent nach. Finanzchef Guido Kerkhoff, ein langjähriger Vertrauter von Ex-Chef Heinrich Hiesinger, hat als Interimschef das Ruder übernommen.
Der S&P500 hat zwar um lediglich 0,1 Prozent zugelegt, allerdings liegt er um nur noch 2,5 Prozent unter dem Rekordhoch. Die meistgehandelte Aktie war jene von Amazon, sie ist um 0,9 Prozent geklettert und hat damit ein Rekordhoch markiert. Laut einem Medienbericht könnte Amazon in das Geschäft mit Switches einsteigen. Nach der Nachricht ist die Cisco-Aktie um 4,1 Prozent eingebrochen. Das Papier von JPMorgan gab nach der Präsentation der Quartalszahlen um 0,5 Prozent nach, jenes der Citigroup fiel nach der Ergebnisvorlage um 2,2 Prozent. Die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen sind um zwei Basispunkte auf 2,83 Prozent gesunken.
Netflix legt Zahlen vor
Am Freitag ist es zu deutlichen Gewinnmitnahmen bei Netflix gekommen, die Aktie ist um 4,3 Prozent abgerutscht. Heute nach Börsenschluss in den USA präsentiert die Online-Videothek die Ergebnisse. Analysten sagen einen Umsatzsprung um mehr als 40 Prozent auf 3,94 Mrd. Dollar vorher. Der Gewinn je Aktie soll sich auf 0,79 Dollar nach oben schießen. Investoren schauen zudem auf die Neukundenzahl und den Ausblick für das dritte Quartal.
US-Einzelhandelsumsätze im Fokus
Der DAX notiert vorbörslich bei 12.530 Punkten. US-Präsident Donald Trump hat die EU als „Feind“ bezeichnet. Der Brent-Preis liegt bei 74,8 Dollar je Barrel, der von WTI bei 70,60 Dollar. Am Wochenende gab es erneut Spekulationen die USA könnte eventuell Öl aus der strategischen Ölreserve verkaufen, um den Preis zu drücken. Mit 1.244,5 Dollar je Unze notiert Gold in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs. Um 14.30 Uhr werden die Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht.
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