05.04.2018 10:30
Anzeige

MÄRKTE AM MORGEN | Larry Kudlow entfacht frische Kauflaune

Seit einigen Wochen hinterlassen die Aktienmärkte einen angeschlagenen Eindruck. Immer neue Ängste sorgen für Verunsicherung: In den ersten Wochen des Jahres waren es Sorgen vor einer stärker steigenden US-Inflation. Anschließend keimten Befürchtungen auf, die US-Notenbank könnte ihren geldpolitischen Straffungskurs verstärken. Bisher erwiesen sich die Gefahren als unbegründet. Ob dies auch beim schwelenden Handelskrieg zwischen den USA und China der Fall sein wird, ist noch fraglich. Die zuletzt angekündigten Strafzölle von US-Präsident Donald Trump sind noch nicht eingeführt, beide Seiten haben noch viel Zeit zum Verhandeln. US-Handelsminister Wilbur Ross rechnen damit, dass sich die USA und China auf ein Abkommen verständigen werden. Auch Handelsberater Larry Kudlow geht davon aus, dass die US-Strafzölle nicht in Kraft treten werden. Trump seit ein Anhänger des freien Handels.

Turnaround an der Wall Street

Damit bestehen gute Chancen, dass sich die jüngsten Befürchtungen vor einem Handelskrieg als übertrieben erweisen. Ähnlich wie die vorherigen Gründe für eine schärfere Korrektur könnte auch der Zollstreit bald wieder an Bedeutung verlieren. Am Mittwoch zeigten die US-Börsen bereits eine deutliche Reaktion: Nach einer schwachen Eröffnung drehten die Indizes kräftig in den Gewinn. Das Tagestief lag beim Dow Jones rund 750 Punkte unter dem Schlusskurs. Von den 30 Dow-Werten büßten nur vier Werte – Exxon, Chevron, Cisco System und Boeing – ein. Gefragt waren zudem die Tech-Aktien, der Nasdaq Composite-Index rückte um 1,5 Prozent vor. Aktien von Facebook gaben um 0,6 Prozent nach: Vom Datenskandal sind offenbar mehr Facebook-Nutzer betroffen als bislang bekannt. Konzernchef Mark Zuckerberg wird am 11. April dem US-Ausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen.

Daimler vor spannender Hauptversammlung

In Asien setzte sich der Stimmungsumschwung fort: Der Nikkei profitierte vom schwächeren Yen und kletterte um 1,9 Prozent. Auch außerhalb Japans dominierten grüne Vorzeichen. Am Devisenmarkt zeigen sich die Investoren hingegen unbeeindruckt, der Euro steht unter der Marke von 1,23 Dollar. Mit den Ölpreisen geht es leicht bergauf, während Gold einbüßt.

Für den DAX sind die Aussichten daher ebenfalls gut, der Index wird vorbörslich bei rund 12.140 Punkten taxiert. Daimler-Chef Dieter Zetsche wird auf der heutigen Hauptversammlung einige kritische Fragen zum Dauerthema Dieselskandal, den Kartellvorwürfen sowie der Rolle des neuen chinesischen Großaktionärs Geely beantworten müssen. Auch der angestrebte Konzernumbau dürfte die Tagesordnung bestimmen.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.