30.08.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Nervosität am Währungsmarkt nimmt zu

Auch am Donnerstag wird sich an der Ausgangslage wahrscheinlich nichts ändern. Europas Börsen und vor allem der DAX dürften kaum zu größeren Aufwärtsbewegungen ansetzen. Obwohl die Türkei-Krise in den jüngsten Stimmungsumfragen wie dem ifo-Index keine Bremsspuren hinterlassen hat, reagieren die Aktienmärkte weiterhin verschnupft.

Auch am Donnerstag wird sich an der Ausgangslage wahrscheinlich nichts ändern. Europas Börsen und vor allem der DAX dürften kaum zu größeren Aufwärtsbewegungen ansetzen. Obwohl die Türkei-Krise in den jüngsten Stimmungsumfragen wie dem ifo-Index keine Bremsspuren hinterlassen hat, reagieren die Aktienmärkte weiterhin verschnupft. Prognosen der US-Bank JP Morgan zufolge werden bis Mitte kommenden Jahres rund 153 Mrd. Euro an Auslandsschulden der Türkei fällig – rund ein Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Gegenwind erhält der Finanzsektor zudem von den Rating-Agenturen: So senkte Moody’s die Bonitätsnote von 20 Instituten. Anleger werden daher auch heute die Lira genau im Blick behalten. Bereits gestern kam die türkische Währung kräftig unter Druck. Gegen den Euro kommt langsam wieder das Hoch bei rund 8,16 TRY in Reichweite.

Peso verliert kräftig

Aber nicht nur die Lira ist stark angeschlagen, auch in Argentinien spitzt sich die Lage zu. In der Nacht sackte der Peso um rund acht Prozent ab und erreichte einen historischen Tiefstand von 34,50 Peso je Dollar. Im Laufe des Jahres fiel der Kurs bereits um gut 80 Prozent. Inzwischen sicherte der Internationale Währungsfonds (IWF) dem Land erweiterte Unterstützung zu, um die finanzielle Lage zu stabilisieren.

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich daher erneut ein unsicherer Auftakt ab. Im vorbörslichen Handel steht der Index rund 0,3 Prozent tiefer bei 12.530 Zählern. Leichte Verluste von 0,4 Prozent verzeichnet Gold, hier steht die runde Marke von 1200 Dollar erneut im Fokus. Brent- und WTI-Öl starten nahezu unverändert.

US-Wirtschaft läuft rund

Ganz anders die Lage in den USA: Dank massiver Steuererleichterungen läuft die Wirtschaft unter Volldampf, im zweiten Quartal lag das Wachstum aufs Jahr hochgerechnet bei 4,2 Prozent. Auch die Gespräche mit Kanada für ein neues Handelsabkommen verlaufen offenbar gut und könnten bis Freitag abgeschlossen werden. Angetrieben von den Technologie-Aktien legten die Börsen erneut zu. Der Dow Jones kletterte um 0,2 Prozent, bis zur Rekordmarke fehlen weniger als 500 Punkte. Noch besser lief es für den Auswahlindex Nasdaq 100, der erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 7600 Zählern übertraf. Vor allem die großen Tech-Schwergewichte waren wieder gefragt: Als einer der stärksten Werte stiegen Amazon um gut drei Prozent. Auch Apple und Microsoft setzten ihren Höhenflug fort.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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