MÄRKTE AM MORGEN | S&P500 nähert sich Rekordhoch
Angetrieben von positiven Impulsen aus den USA ist der DAX am Montag um 0,4 Prozent geklettert. Laut Händlern sei der Handelskrieg in den Hintergrund getreten und Investoren würden allmählich auf die US-Quartalssaison schauen, die am kommenden Freitag mit den Zahlen von JPMorgan und Citigroup richtig durchstartet. Zu den größten Gewinnern im DAX zählten gestern Zykliker, wie Lufthansa oder Infineon, die in den vergangenen Wochen kräftig gesunken waren. Hingegen haben Anleger bei defensiven Werten, wie den Versorgern E.ON und RWE Gewinne mitgenommen. Trotz des Handelskriegs zwischen den USA und China will BMW im kommenden Jahr die Kapazität des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens BBA von 450.000 auf 520.000 Fahrzeuge hochfahren.
Das britische Pfund hat gegenüber dem Dollar nachgegeben. Brexit-Minister David Davis und Außenminister Boris Johnson sind zurückgetreten, weil sie den Brexit-Kurs von Premierministerin Theresa May ablehnen. Der S&P500 ist um 0,9 Prozent geklettert und notiert damit nur noch 3,1 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Januar. Wegen des Handelskriegs erhöht Tesla die Preise für seine Fahrzeuge der Typen „Model S“ und „Model X“ in China kräftig.
Twitter-Aktie bricht ein
Die Twitter-Aktie war gestern die am zweitstärksten gehandelte an den US-Börsen und ist um 5,4 Prozent gesunken, nachdem sie zwischenzeitlich fast 10,0 Prozent im Minus lag. Laut einem Medienbericht geht der Kurznachrichtendienst gegen Fake-Nutzerkonten vor und hat im Mai und Juni mehr als 70 Mio. Accounts gesperrt. Investoren machten sich daher Sorgen, dass das das Nutzerwachstum verlangsamen könne. Twitter hat allerdings betont, dass ein großer Teil dieser Zahlen nicht in den Ergebnissen des Konzerns enthalten sei, woraufhin das Papier einen Teil der vorherigen Verluste wettgemacht hat. Der Konzern legt am 27. Juli die Quartalszahlen vor.
Warten auf den ZEW-Index
Der DAX klettert vorbörslich auf 12.570 Punkte. Der Brent-Preis legt leicht zu auf 78,5 Dollar je Barrel. Hingegen gibt der Goldpreis ein wenig nach auf 1.256,3 Dollar je Unze. Um 11 Uhr wird der ZEW-Index für Deutschland veröffentlicht.
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