MÄRKTE AM MORGEN | Samsung-Warnung und Fed-Banker sorgen für Bewegung
Eine Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China werden selbst Optimisten nicht erwarten. Den ein oder anderen Fortschritt erhoffen sich die Investoren allerdings schon von den laufenden Handelsgesprächen. Heute werden erste Ergebnisse erwartet und vor allem auch Hinweise, wie es weiter geht. Auf Unterstützung aus der Wirtschaft müssen Anleger hingegen vorerst verzichten. Die deutschen November-Auftragseingänge lagen unter den Prognosen, der Sentix-Konjunkturindikator rauschte sogar auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks sieht es nicht wesentlich besser aus, der viel beachtete ISM-Index für den Dienstleistungsbereich lag ebenfalls deutlich unter den Erwartungen.
Samsung hofft auf die zweite Jahreshälfte
Eher negative Meldungen kommen zudem von den Unternehmen. Samsung klagte über einen schärferen Wettbewerb bei Smartphones sowie eine schwächere Nachfrage nach Speicherchips. Im Ergebnisausblick für das vierte Quartal zeichnet sich ein überraschend kräftiger Gewinneinbruch von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Auch in den ersten drei Monaten des neuen Jahres lief es nicht rund. Erst nach dem Sommer rechnet der weltweit größte Halbleiter- und Smartphone-Hersteller wieder mit besseren Geschäften.
Robuste Vorgaben
In Frankfurt bleiben Anleger leicht optimistisch, der DAX wird vorbörslich 0,2 Prozent höher taxiert bei 10.760 Punkten. An den asiatischen Märkten dominierten überwiegend Pluszeichen, der Nikkei rückte um 0,9 Prozent vor und verteidigte die 20.000er-Schwelle. Leichte Verluste von 0,2 Prozent gab es an den Handelsplätzen in China.
Am Montag blieb auch die Wall Street auf Erfolgskurs: Der Dow Jones rückte um 0,4 Prozent vor, seit dem Tief von Ende Dezember legte der Index bereits um rund acht Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um gut ein Prozent, noch kräftiger zogen die Nebenwerte im Russell 2000 mit 1,8 Prozent an. Wie bereits am Freitag sorgte die Aussicht auf einen weniger straffen Zinserhöhungskurs der Fed für Auftrieb. US-Notenbanker Raphael Bostic sprach sich für nur einen Schritt 2019 aus.
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