09.05.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Siemens und Deutsche Telekom erhöhen Prognosen

Der DAX hat am Montag nahtlos an die Entwicklung der vergangenen Wochen angeknüpft. Schwache Konjunkturdaten aus der Euro-Zone, diesmal zu den Industrieaufträgen aus Deutschland, sorgten dafür, dass der Euro gegenüber dem Dollar im Rückwärtsgang blieb, woraufhin der Index kräftig zugelegt und sich zügig der Marke von 13.000 Punkten genähert hat.

Wie von vielen Experten erwartet hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag den Iran-Deal aufgekündigt und scharfe Sanktionen gegen das Land angekündigt. Nachdem der Ölpreis vor Trumps Pressekonferenz deutlich nachgegeben hatte, drehte die Notierung anschließend deutlich nach oben. Die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen sind auf 2,97 Prozent gestiegen, nachdem der Chef der größten US-Bank gesagt hatte, Investoren sollten sich darauf vorbereiten, dass die Zinsen auf 4,0 Prozent klettern könnten. In dem Umfeld hat der Dollar um 0,5 Prozent gegenüber dem Euro zugelegt. Hingegen beendete der S&P500 den Handel nach zwischenzeitlichen Rückgängen auf dem Niveau des Vortages.

Zahlenreigen im DAX

Siemens hat heute die Ergebnisse vorgelegt. Der Umsatz stagnierte im abgelaufenen Quartal bei 20,1 Mrd. Euro. Wegen der schwächelnden Kraftwerkssparte ging der Gewinn des Industriegeschäfts um acht Prozent auf 2,3 Mrd. Euro zurück. Allerding liefen die digitalen Geschäfte weiterhin gut. Der Konzern erhöht die Jahresprognose für den Gewinn je Aktie von 7,20 bis 7,70 Euro auf 7,70 bis 8,00 Euro. Die Deutsche Telekom hat wegen des gestiegenen Euro einen Umsatzrückgang um 3,9 Prozent auf 17,92 Mrd. Euro verbucht. Wegen des florierenden US-Geschäfts hob der Telekomriese den Gewinnausblick für das Gesamtjahr minimal an.

Der Konsumgüterhersteller Henkel ist wegen Lieferproblemen in Nordamerika und dem gestiegenen Euro mit einem Erlösrückgang von 4,5 Prozent in das Jahr gestartet. Dennoch sieht sich Henkel für das Gesamtjahr weiter auf Kurs. Der TecDAX-Wert Evotec ist nach der Zahlenvorlage vorbörslich ein wenig unter Druck.

Warten auf US-Daten

Vorbörslich notiert der DAX bei 12.920 Punkten. Die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen sind inzwischen auf 3,0 Prozent geklettert. Der Dollar steigt kräftig gegenüber dem Yen auf 109,60 Yen je Dollar. Hingegen ist der Goldpreis weiter unter Druck und sinkt auf 1.309,0 Dollar je Unze. Um 14.30 Uhr werden die US-Produzentenpreise bekanntgegeben. Die Daten zu den US-Öllagervorräten werden um 16.30 Uhr veröffentlicht.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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