13.11.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Sturmwarnung für die Aktienmärkte

Bisher zeigt sich die Regierung in Rom unnachgiebig, eine weitere Eskalation im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission scheint vorprogrammiert. Ob die Finanzmärkte die Italiener zum Einlenken bewegen werden, ist vorerst noch offen.

Bisher zeigt sich die Regierung in Rom unnachgiebig, eine weitere Eskalation im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission scheint vorprogrammiert. Ob die Finanzmärkte die Italiener zum Einlenken bewegen werden, ist vorerst noch offen. Der Druck nimmt aber langsam zu, die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen kletterte am Montag auf 3,45 Prozent. Ende April waren es noch 1,76 Prozent, neue Schulden werden für das Land somit immer teurer. Die angespannte Lage wie auch die Unsicherheit wegen den laufenden Brexit-Verhandlungen belasten zudem den Kurs der Gemeinschaftswährung. Gegenüber dem Dollar steht der Euro mit 1,125 Dollar auf dem tiefsten Niveau seit Juni vergangenen Jahres.

Apple drückt die US-Börsen

Angeschlagen bleibt auch die Stimmung am Aktienmarkt. Nach den deutlichen Verlusten am Montag zeichnet sich zum heutigen Auftakt zumindest eine Stabilisierung ab, der DAX steht vorbörslich nahezu unverändert bei 11.340 Punkten. Die Signale von den Börsen in Übersee fallen durchweg negativ aus. An der Wall Street verlor der Dow Jones um 2,3 Prozent und schloss nur knapp über dem Tagestief. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten erneut die Technologieaktien, der Nasdaq 100 sackte um knapp drei Prozent ab.

Im Dow zählten die Papiere von Apple mit Abschlägen von fünf Prozent zu den schwächsten Werten. Der Kurs des Sensor-Herstellers und Apple-Zulieferers Lumentum brach nach gekappten Jahreszielen um ein Drittel ein. Begründet wurde die Umsatz- und Gewinnwarnung damit, dass ein Großkunde die Aufträge für 3D-Sensoren gekürzt habe. Zuletzt waren bereits immer wieder Gerüchte aufgekommen, dass der Absatz der neuen iPhone-Modelle die Erwartungen nicht erfüllt. Kräftige Verluste verzeichneten auch die Papiere von General Electric und Goldman Sachs mit rund sieben Prozent.

Auch an den asiatischen Märkten dominierten rote Vorzeichen. Der Nikkei büßte um rund zwei Prozent ein. Für Unruhe sorgt eine Meldung der Ratingagentur Moody’s, nach der sich die globalen Kreditbedingungen verschlechtern werden. Das Wirtschaftswachstum in den G-20-Ländern werde sich 2019 wohl abschwächen.

Bayer liefert Zahlen

Auch die laufende Berichtssaison sorgt weiterhin für Bewegung. Unter den DAX-Werten öffnete Bayer vor Handelsbeginn seine Bücher. Negative Währungseffekte bremsten im dritten Quartal die Entwicklung. Bayer verdiente über ein Viertel weniger, übertraf aber die Erwartungen des Marktes und bestätigte die Jahresprognose. In der zweiten Reihe berichten unter anderem Evotec, Areal Bank, Medigene, Jenoptik und Nordex.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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