MÄRKTE AM MORGEN | Tesla-Aktie bricht ein
Die Erleichterung wegen der Einigung im Asylstreit hat dem DAX am Dienstag ein Kursplus von 0,9 Prozent beschert. Kräftige Gewinne verbuchte die Allianz-Aktie, nachdem der Versicherer ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. Gefragt waren auch die Papiere von E.ON und RWE, die Rückenwind von den sinkenden Zinsen für Bundesanleihen bekamen.
Der S&P500 ist zwar mit Gewinnen in den Börsenhandel gestartet, der wegen des heutigen Feiertags verkürzt war. Allerdings schloss der Index den Tag mit einem Minus von 0,5 Prozent am Tagestief ab. Die Tesla-Aktie ist um 7,2 Prozent eingebrochen. Einige Analysten hatten darauf verwiesen, dass der Bestand an Bestellungen für das Model 3 zum Ende des zweiten Quartals auf rund 420.000 Stück gesunken ist. Zudem gab es einen Bericht, dass der Fahrzeughersteller einen wichtigen Bremsentest bei der Produktion des Model 3 ausgesetzt habe. Unter Druck waren zudem die US-Technologieaktien, nachdem ein chinesisches Gericht den Verkauf verschiedener Halbleiter des US-Herstellers Micron Technology in China untersagt hat. China machte 2017 mehr als 50 Prozent der Konzernerlöse von Micron aus. In dem Umfeld waren die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen auf 2,84 Prozent gesunken.
Berg- und Talfahrt beim Ölpreis
Der Preis der US-Sorte WTI war im Handelsverlauft zusehends gestiegen, ehe um kurz vor 16 Uhr ein Kursrutsch einsetzte. Laut einem Medienbericht hat Saudi-Arabien der Forderung von US-Präsident Donald Trump nachgegeben, mehr Öl zu fördern. Anschließend äußerten allerdings ein paar Experten die Überzeugung, dass in dem Bericht nichts Neues stünde, woraufhin die Notierung des Rohstoffs deutlich nach oben gedreht und praktisch sämtliche Verluste wettgemacht hat. Heute Morgen steigt der Brent-Preis leicht auf 78 Dollar je Barrel und nähert sich damit den Mehr-Jahres-Hochs vom Mai bei knapp 80 Dollar.
Goldpreis erholt sich von Elf-Monats-Tiefs
Der DAX gibt vorbörslich leicht nach auf 12.310 Punkte. Daimler hat in den USA im Juni 9,7 Prozent weniger Pkws seiner Stammmarke Mercedes-Benz verkauft. Verantwortlich dafür sei ein Feuer bei einem Zuliefererbetrieb gewesen, sagte der Konzern. Der Wettbewerber BMW steigerte den Absatz um 1,5 Prozent, beim Volkswagen-Konzern stand ein Plus von 5,7 Prozent zu Buche. Der Goldpreis erholt sich leicht auf 1.258,9 Dollar je Unze. Die englische Researchfirma Markit veröffentlicht um 9.55 Uhr den Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor Deutschlands, jener für die Euro-Zone folgt um 10 Uhr.
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