06.07.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | ThyssenKrupp-Chef Hiesinger will gehen

Die Hoffnung auf eine Lösung im Streit auf US-Importzölle hat dem DAX am Donnerstag ein Kursplus von 1,2 Prozent beschert. Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen gehörten mit Kursgewinnen zwischen 3,7 und 4,1 Prozent zu den Favoriten der Investoren.

Die Hoffnung auf eine Lösung im Streit auf US-Importzölle hat dem DAX am Donnerstag ein Kursplus von 1,2 Prozent beschert. Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen gehörten mit Kursgewinnen zwischen 3,7 und 4,1 Prozent zu den Favoriten der Investoren. Dabei war die Idee der Chefs der Autohersteller und des US-Botschafters Richard Grenell auf eine wechselseitige Abschaffung von Autozöllen nicht neu, hatte doch US-Präsident Donald Trump diese Pläne bereits vor Wochen selbst ins Spiel gebracht. Eine Senkung der Zölle sei nur in Verhandlungen mit der EU möglich, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern. Die Aktie von Linde schoss um 4,5 Prozent nach oben. Der US-Fusionspartner Praxair hat einen Käufer für weite Teile des europäischen Geschäfts gefunden. Das soll die EU-Kartellbehörden zur Genehmigung des Deals mit Linde bewegen.

Der S&P500 legte um 0,9 Prozent zu und beendete den Handel damit am Tageshoch. Obwohl die Daten zum Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor etwas besser waren als erwartet, tendierten die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen mit 2,83 Prozent seitwärts. Während einige US-Technologiewerte Gewinne verbuchten, gab die Tesla-Aktie leicht nach. Vorstandschef Elon Musk hat sich kritisch zu einem Analysten geäußert. Laut der Mitschrift der Sitzung der US-Notenbank seien weitere, graduelle Zinserhöhungen notwendig, weil die Wirtschaft „sehr stark“ sei. Der Preis von WTI ist deutlich gesunken nach einem Medienbericht, demnach der Börsengang von Saudi Aramco möglicherweise nicht stattfinden wird.

ThyssenKrupp-Chef will überraschend aufhören

Heinrich Hiesinger, Vorstandschef des Stahlherstellers ThyssenKrupp, hat den Aufsichtsrat um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Hiesinger war in den vergangenen Monaten von Anteilseignern, wie dem Hedgefonds Elliott Management oder Cevian Capital, scharf kritisiert worden, weil der Umbau des Konzerns zu langsam vorankomme. Nach dem Deal mit Tata Steel soll die Strategie für den weiteren Konzernumbau bis Mitte Juli vorgelegt werden.

Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Der DAX steigt vorbörslich auf 12.520 Punkte. Heute treten US-Strafzölle von 25 Prozent auf chinesische Güter im Wert von 34 Mrd. Dollar in Kraft. China reagiert ebenfalls heute mit Maßnahmen in gleichem Umfang. Gold notiert mit 1.257 Dollar je Unze in der Nähe des Elf-Monats-Tiefs.
Der US-Arbeitsmarktbericht wird um 14.30 Uhr bekanntgegeben. Investoren werden sich die Zahlen genau anschauen. Gleichzeitig werden auch die Daten zur US-Handelsbilanz veröffentlicht.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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