25.07.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Treffen in Washington hält Anleger in Atem

Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt bewegt weiterhin die Börsianer. Auch wenn der DAX am Dienstag die Sorgen zumindest kurzzeitig abschütteln konnte und gute Unternehmensdaten die Kurse beflügelten, dürfte das Thema heute wieder stärker in den Vordergrund rücken. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Handelskommissarin Cecilia Malmström werden in Washington erwartet.

Der Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt bewegt weiterhin die Börsianer. Auch wenn der DAX am Dienstag die Sorgen zumindest kurzzeitig abschütteln konnte und gute Unternehmensdaten die Kurse beflügelten, dürfte das Thema heute wieder stärker in den Vordergrund rücken. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Handelskommissarin Cecilia Malmström werden in Washington erwartet. Nach den letzten Gesprächsrunden mit US-Vertretern sowie den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump sind die Chancen für eine Lösung des Konflikts aber denkbar gering.

Wie ist es um die deutsche Wirtschaft bestellt?

Die zunehmende Eskalation im Handelsstreit dürfte auch die Unternehmensstimmung weiter belasten. Mit Spannung schaut der Markt daher auf den ifo-Geschäftsklimaindex (10 Uhr). Bereits seit Dezember 2017 befindet sich das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im Rückwärtsgang. Angesichts der neuen Drohungen dürfte sich vor allem die Einschätzung der aktuellen Lage weiter eingetrübt haben. Für den Gesamtindex rechnet der Markt mit einer leichten Verschlechterung von 101,80 auf 101,50 Punkte.

Bilanzen bewegen die Kurse

DAX-Anleger bleiben daher zunächst in Deckung, der Index wird nahezu unverändert bei 12.680 Punkten gesehen. Damit scheinen auch die guten Vorgaben aus den USA zu verpuffen. Der Dow Jones legte nach der jüngsten Atempause um 0,8 Prozent zu, Nasdaq 100 und Nasdaq Composite erreichten dank der starken Zahlen von Alphabet zwischenzeitlich sogar Rekordhochs. Auch in Asien blieb die Stimmung gut: Der Nikkei rückte um 0,5 Prozent vor. Hier sorgte die Ankündigung Chinas, einen Plan zur Marktstimulierung zu präsentieren, für gute Laune. Der Euro startet wenig verändert in den Tag, während der Ölpreis von Spekulationen auf eine höhere Nachfrage aus China profitiert.

In Frankfurt schauen Investoren hingegen auf die Berichtssaison. Die Deutsche Bank verdiente im zweiten Quartal weniger als im Vorjahr. Dennoch sieht sich die Bank bei der laufenden Restrukturierung auf einem guten Weg. Die in der vorigen Woche vorzeitig gemeldeten Eckdaten wurden bestätigt. Frische Zahlen gab es vor Handelsbeginn zudem von Linde. Der Industriegasekonzern lieferte vor der geplanten Fusion mit Praxair solide Ergebnisse ab und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. Der Zusammenschluss mit dem Konkurrenten soll weiterhin in der zweiten Jahreshälfte vollzogen werden. Am Abend wird noch die Bilanz der Deutschen Börse erwartet. In den USA legen unter anderem General Motors, Visa, Coca-Cola sowie Facebook ihre Bilanzen vor.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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