MÄRKTE AM MORGEN | Trump nimmt Facebook, Twitter und Alphabet ins Visier
Freude über eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta zwischen den USA und Mexiko zeigten zuletzt nur die Anleger an der Wall Street. Einige Ökonomen äußerten inzwischen Zweifel am Deal und bewerteten das Ergebnis als Rückschritt gegenüber dem Nafta-Abkommen. Von daher ist auch noch unklar, ob die deutschen Autobauer BMW, Daimler und VW überhaupt profitieren werden. Wie bereits in den vergangenen Monaten dominiert in Frankfurt erneut Skepsis. Positiver dürften die Reaktionen wohl erst ausfallen, wenn auch eine Einigung im schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und der Eurozone erzielt wird. Zudem gibt es bisher keine neuen positiven Signale zum Zollstreit mit China. Heute sollen in Washington die Gespräche mit Kanada beginnen, um eine Drei-Länder-Vereinbarung zu erreichen.
Trio unter Druck
Gleich zu Handelsbeginn erreichten der S&P 500 sowie Nasdaq Composite neue Rekordstände. Im späteren Verlauf bröckelten die Gewinne wieder ab, die großen Indizes schlossen nahezu unverändert. Von den Konjunkturdaten kamen durchwachsene Signale: Während die Preise am US-Häusermarkt den dritten Monat in Folge weniger kräftig zulegten als erhofft, kletterte das Verbrauchervertrauen auf den höchsten Stand seit rund 18 Jahren.
Apple und Amazon erreichten im Handelsverlauf neue Bestmarken. Twitter, Facebook und die Papiere der Google-Mutter Alphabet verloren hingegen zwischen 0,7 bis 1,1 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte eine Warnung an die Internetmedien gerichtet und äußerte sich unzufrieden über die Ergebnisse der Google-Nachrichtensuche zu seiner Person.
DAX startet fester
An Europas Börsen sollten zur Wochenmitte zunächst grüne Vorzeichen dominieren. Der DAX wird vorbörslich rund 0,3 Prozent höher gesehen bei 12.560 Punkten. Große Sprünge sind aber nicht zu erwarten. Die Schuldenpläne in Italien und die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen dämpfen die Laune. Gegen den Euro steht das Pfund Sterling auf dem tiefsten Niveau seit fast einem Jahr.
Unter den DAX-Werten rücken die Titel der Deutschen Telekom in den Vordergrund. Im geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint sieht die US-Kabelfirma Altice eine Gefährdung des Wettbewerbs und legte ein Veto ein. Nun soll die Telekommunikationsaufsicht FFC eingreifen. Am Markt wird mit einer strengen Überprüfung gerechnet.
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