29.08.2018 10:30
Anzeige

MÄRKTE AM MORGEN | Trump nimmt Facebook, Twitter und Alphabet ins Visier

Freude über eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta zwischen den USA und Mexiko zeigten zuletzt nur die Anleger an der Wall Street. Einige Ökonomen äußerten inzwischen Zweifel am Deal und bewerteten das Ergebnis als Rückschritt gegenüber dem Nafta-Abkommen.

Freude über eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta zwischen den USA und Mexiko zeigten zuletzt nur die Anleger an der Wall Street. Einige Ökonomen äußerten inzwischen Zweifel am Deal und bewerteten das Ergebnis als Rückschritt gegenüber dem Nafta-Abkommen. Von daher ist auch noch unklar, ob die deutschen Autobauer BMW, Daimler und VW überhaupt profitieren werden. Wie bereits in den vergangenen Monaten dominiert in Frankfurt erneut Skepsis. Positiver dürften die Reaktionen wohl erst ausfallen, wenn auch eine Einigung im schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und der Eurozone erzielt wird. Zudem gibt es bisher keine neuen positiven Signale zum Zollstreit mit China. Heute sollen in Washington die Gespräche mit Kanada beginnen, um eine Drei-Länder-Vereinbarung zu erreichen.

Trio unter Druck

Gleich zu Handelsbeginn erreichten der S&P 500 sowie Nasdaq Composite neue Rekordstände. Im späteren Verlauf bröckelten die Gewinne wieder ab, die großen Indizes schlossen nahezu unverändert. Von den Konjunkturdaten kamen durchwachsene Signale: Während die Preise am US-Häusermarkt den dritten Monat in Folge weniger kräftig zulegten als erhofft, kletterte das Verbrauchervertrauen auf den höchsten Stand seit rund 18 Jahren.

Apple und Amazon erreichten im Handelsverlauf neue Bestmarken. Twitter, Facebook und die Papiere der Google-Mutter Alphabet verloren hingegen zwischen 0,7 bis 1,1 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte eine Warnung an die Internetmedien gerichtet und äußerte sich unzufrieden über die Ergebnisse der Google-Nachrichtensuche zu seiner Person.

DAX startet fester

An Europas Börsen sollten zur Wochenmitte zunächst grüne Vorzeichen dominieren. Der DAX wird vorbörslich rund 0,3 Prozent höher gesehen bei 12.560 Punkten. Große Sprünge sind aber nicht zu erwarten. Die Schuldenpläne in Italien und die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen dämpfen die Laune. Gegen den Euro steht das Pfund Sterling auf dem tiefsten Niveau seit fast einem Jahr.

Unter den DAX-Werten rücken die Titel der Deutschen Telekom in den Vordergrund. Im geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint sieht die US-Kabelfirma Altice eine Gefährdung des Wettbewerbs und legte ein Veto ein. Nun soll die Telekommunikationsaufsicht FFC eingreifen. Am Markt wird mit einer strengen Überprüfung gerechnet.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

Weitere Nachrichten
BNP Paribas
18.07.2022 15:30
Vorbörslich geben die Bullen weiter Gas, womit der Index sich dem EMA50 bei gut 31.760 Punkten annähern könnte. Dort wurde der Dow Jones zuletzt Ende Mai/Anfang Juni ausgebremst.
18.07.2022 11:00
Etwas darüber verläuft auch der EMA200 Stunde, womit die Luft für die Käufer kurzfristig etwas dünner wird. Ein Pullback in den Unterstützungsbereich um 1,0072 USD sollte heute nicht überraschen.
18.07.2022 10:30
Mit dem Verlassen des Abwärtstrends ist eine stärkere Zwischenerholung bei Brent möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 105,55 USD.