07.09.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | US-Aktienrally auf dem Prüfstand

Wie immer am ersten Freitag im Monat wartet der Markt auch heute gebannt auf die neuen US-Arbeitsmarktzahlen (14.30 Uhr). Die Vorgaben fallen durchwachsen aus. So lagen die am Donnerstag gemeldeten ADP-Daten für die Privatwirtschaft mit 163.000 neuen Jobs deutlich unter den Prognosen von 195.000.

Wie immer am ersten Freitag im Monat wartet der Markt auch heute gebannt auf die neuen US-Arbeitsmarktzahlen (14.30 Uhr). Die Vorgaben fallen durchwachsen aus. So lagen die am Donnerstag gemeldeten ADP-Daten für die Privatwirtschaft mit 163.000 neuen Jobs deutlich unter den Prognosen von 195.000. Größere Überraschungen können daher nicht ausgeschlossen werden.

Die Arbeitslosenquote wird unverändert im Bereich der Vollbeschäftigung bei 3,9 Prozent erwartet, der Stellenaufbau bei 191.000. Wichtiger mit Blick auf die Inflation ist die Stundenlohnentwicklung, hier signalisieren die Frühindikatoren eine deutliche Zunahme. Der Markt rechnet hingegen bisher mit einer unveränderten Jahresrate von 2,7 Prozent. Sollte es zu stärkeren Abweichungen kommen, könnten sich auch die Erwartungen an die anstehenden Zinserhöhungen durch die Fed verändern. Am Terminmarkt liegt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Schritt auf der letzten Sitzung im Dezember aktuell bei rund 67 Prozent.

China droht mit Vergeltung

Zuvor aber wird der Zollstreit weiter die Richtung vorgeben. Nachdem eine interne Prüffrist in den USA abgelaufen ist, wartet der Markt bisher vergeblich auf neue Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump. China kündigte vorsorglich Vergeltungsmaßnahmen an, sollte die US-Regierung weitere Zölle beschließen. Zugleich spitzt sich die Krise in den Schwellenländern weiter zu, Investoren ziehen sich aus risikoreicheren Märkten zurück. Der russische Rubel sackte gegen den Dollar um zwei Prozent ab, während japanischer Yen und Schweizer Franken Stärke zeigen. Gold startet nahezu unverändert bei 1200 Dollar in den Handel, die Ölpreise laufen seitwärts.

Auch in Frankfurt werden sich Anleger weiter in Zurückhaltung üben. Erstmals seit über fünf Monaten beendete der DAX den Handel am Donnerstag unter 12.000 Zählern. Damit rückt langsam das Jahrestief bei 11.727 Punkten in Reichweite. Die vor Handelsbeginn gemeldeten Daten zur Industrieproduktion lagen bereits deutlich unter den Erwartungen und dämpfen ebenso die Stimmung wie das Minus beim Nikkei von rund 0,9 Prozent.

Stimmungswandel bei den Tech-Werten

Unter Druck standen gestern auch die Tech-Werte an der Wall Street. Sorgen vor einer stärkeren Regulierung des Technologiesektors drückten die Kurse der Branchengrößen Alphabet, Amazon, Apple, Facebook und Twitter um bis zu sechs Prozent. Das Auswahlbarometer Nasdaq 100 büßte um 0,9 Prozent ein. Kräftige Verluste dominierten auch bei den Chip-Werten, der Branchenindex Philadelphia Semiconductor Index verlor 2,7 Prozent. Besser lief es für die Standardtitel, der Dow Jones beendete den Tag nahezu unverändert.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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