MÄRKTE AM MORGEN | Volle Agenda: SAP, Apple, Ebay und der „Plan B“
Während die Berichtssaison in den USA bereits auf ihren Höhepunkt zusteuert, beginnt auch in Deutschland der Zahlenreigen. Vor Handelsbeginn präsentierte SAP die Daten für das vierte Quartal sowie Gesamtjahr 2018. Die eigenen Ziele wurden teilweise übertroffen, nur bei der operativen Marge schaffte der Softwarekonzern im vergangenen Jahr noch nicht ganz die Trendwende. Im neuen Jahr wird vor allem dank des Cloudgeschäfts ein deutliches Wachstum erwartet, die mittel- und langfristigen Ziele hat SAP teilweise angehoben. Nach Börsenschluss in den USA schauen Anleger vor allem auf die Bilanzen von Apple und Ebay.
Brexit-Chaos geht in die nächste Runde
Eine Entscheidung wird heute auch in London erwartet. Das britische Parlament kommt erneut zusammen, um über den kürzlich von Premierministerin Theresa May vorgestellten „Plan B“ für den Brexit-Deal abzustimmen. Da sich dieser inhaltlich kaum von der ersten Version unterscheidet, scheint eine erneute Niederlage für May vorprogrammiert. Interessanter werden die Abstimmungen über zahlreiche Zusatz- und Änderungsanträge der Abgeordneten wie eine Verlängerung der Ausstiegsfrist. Ergebnisse werden allerdings erst nach Handelsschluss in Europa erwartet. Das britische Pfund zeigte sich zuletzt sehr stark und legte zum Dollar im bisherigen Jahresverlauf um rund drei Prozent zu.
Caterpillar belastet die Märkte
Nach dem schwachen Wochenauftakt starten die europäischen Börsen nahezu unverändert, der DAX steht vorbörslich bei 11.210 Punkten. In den USA verlor der Dow Jones 0,8 Prozent, rund 1,1 Prozent büßte der technologielastige Nasdaq Composite ein. Enttäuschende Zahlen des breit aufgestellten Baumaschinenherstellers Caterpillar schürten erneut Konjunktursorgen. Auf die Stimmung drückte auch die Umsatzwarnung des Chipherstellers Nvidia. Die Futures auf die großen US-Indizes liegen aktuell rund 0,3 Prozent tiefer. Minuszeichen dominierten auch an den Handelsplätzen in China und Hongkong, der Nikkei schloss unverändert. Kurz vor den Verhandlungen im Handelsstreit beschuldigten die USA den Technologieriesen Huawei, Industriespionage zu begehen.
Gefragt bleibt weiterhin Gold, die Feinunze startet bei 1303 Dollar. Sowohl die schwache Tendenz an den Aktienmärkten wie auch aufkeimende Unsicherheiten vor den Handelsgesprächen und der Fed-Entscheidung ließen den Preis zuletzt auf ein Sieben-Monats-Hoch steigen.
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