18.09.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Vorerst keine Atempause in Sicht

Nach den bisher verhängten Sonderzöllen auf Waren im Wert von 50 Mrd. Dollar geht der Zollstreit in eine neue Runde. Wie befürchtet kündigte US-Präsident Donald Trump nach Börsenschluss zusätzliche Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Mrd. Dollar an.

Nach den bisher verhängten Sonderzöllen auf Waren im Wert von 50 Mrd. Dollar geht der Zollstreit in eine neue Runde. Wie befürchtet kündigte US-Präsident Donald Trump nach Börsenschluss zusätzliche Zölle auf Waren im Wert von weiteren 200 Mrd. Dollar an. In einem ersten Schritt sollen die Abgaben bei zehn Prozent liegen, Stichtag ist der 24. September. Damit unterliegt nun etwa die Hälfte aller chinesischen Einfuhren einem Strafzoll. Sollte bis Anfang kommenden Jahres keine Einigung erzielt werden, steigen die Importzölle von zehn auf 25 Prozent. Zugleich drohte Trump mit einer weiteren Eskalation, falls China mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren sollte. Offizielle Ankündigungen aus China stehen noch aus.

US-Börsen tauchen ab

Auf die Stimmung drückten zudem neue Konjunkturdaten. So trübte sich die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York überraschend deutlich ein. Der Dow Jones baute in der zweiten Handelshälfte seine Verluste aus und schloss mit minus 0,35 Prozent auf Tagestief. Vor allem die in den vergangenen Monaten starken Technologieaktien kamen unter Druck, der Nasdaq 100 gab um 1,5 Prozent nach. Belastet wurde der Markt durch Indexschwergewicht Apple, die Titel verloren rund 2,7 Prozent. Berichten zufolge sollen Geräte des Konzerns wie die Computer-Uhr und die AirPods-Ohrhörer von der erwarteten nächsten Welle der US-Strafzölle für Produkte aus China ausgenommen werden. Versorger und Aktien aus dem Immobiliensektor sowie Staatsanleihen waren hingegen gefragt. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen kletterte im frühen Geschäft auf über drei Prozent.

Nachbörslich sorgte Oracle für einen Dämpfer. Der SAP-Konkurrent blieb beim Umsatz hinter den Erwartungen zurück, die Aktie fiel um knapp fünf Prozent. Knapp drei Prozent verloren die Titel von Fedex, nachdem der Logistikkonzern auf der Gewinnseite die Prognosen verfehlte.

DAX wenig verändert

Hoffnungsvolle Signale kommen hingegen aus Asien. Nach der feiertagsbedingten Pause rückte der Nikkei um mehr als ein Prozent vor, der schwächere Yen stützte die Kurse. Auch die chinesischen Börsen zeigen sich erholt von anfänglichen Verlusten. Der Future auf den S&P 500 liegt aktuell ebenfalls knapp im positiven Bereich. In Europa werden die Märkte nur mit geringen Verlusten erwartet, der DAX steht vorbörslich rund 0,1 Prozent tiefer bei 12.080 Punkten. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda. An den Devisenmärkten liegt der Euro im frühen Geschäft fester im Markt und notiert mit 1,17 Dollar im Bereich des Monatshochs.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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