23.05.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Warten auf das Fed-Protokoll

Die Deeskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den DAX am Dienstag einen Kursgewinn von 0,7 Prozent beschert. China hat angekündigt, die Einfuhrzölle auf Autos zum 1. Juli von 25 Prozent auf 15 Prozent zu senken. Daher gehörten BMW, Daimler und Volkswagen zu den größten Gewinnern im DAX.

Die Deeskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den DAX am Dienstag einen Kursgewinn von 0,7 Prozent beschert. China hat angekündigt, die Einfuhrzölle auf Autos zum 1. Juli von 25 Prozent auf 15 Prozent zu senken. Daher gehörten BMW, Daimler und Volkswagen zu den größten Gewinnern im DAX. Weil sich laut der Einschätzung der Investoren die Perspektiven für die Weltwirtschaft etwas aufgehellt haben, haben die Anleger auch bei anderen Zyklikern, also Unternehmen aus konjunkturabhängigen Sektoren zugegriffen. Im Fahrwasser des DAX war der S&P500 mit Gewinnen in den Handelstag gestattet. Nachdem US-Präsident Donald Trump bei einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten allerdings Zweifel geschürt hatte, ob es zu einem Treffen mit Nordkorea kommen werde, drehte der S&P500 nach unten und schloss den Handel mit einem Minus von 0,3 Prozent ab. Der Anleihen-„König“ Jeff Gundlach hat gesagt, dass die Erholung des Dollar auf dem aktuellen Niveau an Fahrt verlieren könnte. Der Euro notiert gegenüber dem Dollar in der Nähe des Fünf-Monats-Tiefs.

US-Hedgefonds steigt bei ThyssenKrupp ein

Um fast 10 Prozent ist die ThyssenKrupp-Aktie am Dienstag nach oben geschossen. Grund waren Medienberichte, demnach der US-Hedgefonds Elliott Management bei Deutschlands größtem Stahlhersteller einsteigen will. Ziel sei die Absetzung von Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Der Firmenlenker war zuvor auch von dem schwedischen Großaktionär Cevian unter Beschuss geraten. Der Analyst einer Großbank schrieb, die Investoren seien verzweifelt wegen der „scheinbar endlosen Restrukturierung“ bei ThyssenKrupp.

Investoren warten auf Fed-Protokoll

Vorbörslich ist der DAX leichter bei 13.140 Punkten. Brent notiert mit 79,10 Dollar je Barrel in der Nähe der Mehr-Jahres-Hochs. Hingegen liegt Gold mit 1.290,50 Dollar je Unze in der Nähe der Mehr-Monats-Tiefs. Um 9.30 Uhr legt die englische Researchfirma Markit den Einkaufsmanagerindex für Deutschland vor, um 10 Uhr folgt jener für die Euro-Zone und um 15.45 Uhr jener für die USA. Die US-Daten zu den Verkäufen neuer Häuser werden um 16 Uhr veröffentlicht. Um 16.30 Uhr werden die US-Öllagerdaten bekanntgegeben. Ab 20 Uhr steht das Fed-Protokoll ganz oben auf der Agenda der Investoren.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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