MÄRKTE AM MORGEN | Weltgrößter Hedgefonds stockt Wetten gegen DAX-Aktien auf

Mit einem Kursplus von 2,7 Prozent ist der S&P500 am Montag in die neue Woche gestartet und hat damit sämtliche Verluste vom vergangenen Freitag wettgemacht. Dabei waren die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen kräftig gestiegen, was viele Investoren als eine Aufhellung der Perspektiven für die US-Wirtschaft gedeutet haben könnten. Das Finanzministerium hat für 126 Mrd. Dollar Anleihen platziert, in der Woche soll sich der Wert auf den Rekord von 294 Mrd. Dollar summieren. Die Anleger hoffen, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China möglicherweise doch nicht eskaliert. Dennoch hat der Dollar gegenüber dem Euro deutlich nachgegeben. Bemerkenswert war die Berg- und Talfahrt der Facebook-Aktie, die nach anfänglich starken Verlust am Handelsende leicht im Plus geschlossen hat. Dabei hat die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bekanntgegeben, dass sie eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet hat. Die Rally beim S&P500 hat den DAX etwas mit nach oben gezogen.
Bridgewater erhöht Wetten gegen DAX-Aktien
Der US-Hedgefonds Bridgewater sieht die Perspektiven etlicher DAX-Aktien offenbar zunehmend skeptisch. So hat er zuletzt seine Netto-Leerverkaufspositionen gegen ein Dutzend Werte deutlich aufgestockt, sie lauten: BASF, Allianz, Siemens, Adidas, E.ON, Bayer, Daimler, Münchener Rück, SAP, Deutsche Post, Fresenius und Deutsche Bank. Bei einem Leerverkauf verkauft ein Investor geliehene Aktien in der Erwartung, sie später günstiger zurückkaufen zu können.
Nordex-Zahlen im Fokus
Der Hersteller von Windkraftanlagen Nordex erwartet für das laufende Jahr einen Ergebnisrückgang. So soll der Umsatz von 3,1 Mrd. auf 2,4 bis 2,6 Mrd. Euro sinken, die operative Marge werde auf 4 bis 5 Prozent zurückgehen, gegenüber 7,9 Prozent für 2017. Vorbörslich steigt der DAX auf 11.980 Punkte. Viele Investoren haben zudem den Ölmarkt im Auge, nachdem am Montag zum ersten Mal in Shanghai Öl-Futures auf Renminbi-Basis gehandelt worden sind. Das Handelsvolumen lag bei umgerechnet insgesamt vier Mrd. Dollar, was Experten als einen beachtlichen Auftakt bezeichnet haben. Aktuell notiert WTI bei 65,50 Dollar je Barrel und Brent bei 69,50 Dollar. Trotz der gestiegenen US-Zinsen ist der Goldpreis mit 1.353,50 Dollar je Unze in die Nähe des 52-Wochen-Hochs geklettert. Um 15 Uhr wird in den USA der Case-Shiller-Hauspreisindex bekanntgegeben. Die Rede von Raphael Bostic, dem Chef der Notenbank von Atlanta, beginnt um 17 Uhr.
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