20.09.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Zollstreit wird für Anleger zur Gewohnheit

Vorerst bleibt die Lage unverändert: Auf neue US-Sanktionen reagiert China mit Vergeltungsmaßnahmen. Zuletzt kündigte Peking an, neue Zölle auf Importe aus den USA im Wert von 60 Mrd. Dollar zu verhängen. Geplant sind Abgaben zwischen fünf bis zehn Prozent.

Vorerst bleibt die Lage unverändert: Auf neue US-Sanktionen reagiert China mit Vergeltungsmaßnahmen. Zuletzt kündigte Peking an, neue Zölle auf Importe aus den USA im Wert von 60 Mrd. Dollar zu verhängen. Geplant sind Abgaben zwischen fünf bis zehn Prozent. Anders als in den vergangenen Monaten sprach sich aber Chinas Ministerpräsident Li Keqiang angeblich gegen eine weitere Abwertung des Yuan aus. Auf der anderen Seite rücken in den USA die Zwischenwahlen näher, allmählich muss die US-Regierung Erfolge vorweisen. Gerüchten zufolge versucht US-Handelsminister Wilbur Ross, Anreize für erfolgreiche Gespräche mit China auf den Weg zu bringen. Auch Peking betonte am Dienstag erneut, an guten Handelsbeziehungen interessiert zu sein.

Konjunkturoptimismus überlagert Handelssorgen

Inzwischen scheint der Zollstreit sogar an Schrecken zu verlieren, Investoren setzen wieder stärker auf die gute Verfassung der amerikanischen Wirtschaft. Der Dow Jones machte seine Vortagesverluste mehr als wett und kletterte um 0,7 Prozent, während der marktbreite S&P 500 sein Rekordhoch von Ende August nur um gut fünf Punkte verfehlte. Technologiewerte waren ebenfalls wieder gefragt, der Nasdaq 100-Index legte um 0,8 Prozent zu.

Aktien von Netflix zählten mit knapp fünf Prozent zu den größten Gewinnern. Bei den renommierten Emmy Awards gewann der Streamingdienst und Filmproduzent zahlreiche Preise. Tesla-Aktien sackten hingegen um gut drei Prozent ab: Der Elektroautobauer bestätigte Ermittlungen des US-Justizministeriums nach dem Tweet von Gründer Elon Musk zu einem möglichen Börsenrückzug.

Auch auf Asien kommen gute Vorgaben. Angetrieben von der guten Wirtschaftslage kletterte der Nikkei um rund 1,6 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit rund acht Monaten.

Ceconomy mit Gewinnwarnung

Dank der freundlichen Börsen in Übersee wird der DAX ebenfalls fester erwartet, vorbörslich steht der Index rund 0,2 Prozent höher bei 12.180 Punkten. Automobilwerte bleiben im Fokus, die VW-Aktie profitierte zuletzt kräftig vom geplanten Börsengang der LKW-Sparte. Zudem kündigten die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton und der US-Softwarekonzern Solera auf der IAA eine Partnerschaft an, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Schlecht sieht es hingegen für die Papiere von Ceconomy aus. Wegen des heißen Sommers kappte der auf Unterhaltungselektronik spezialisierte Einzelhändler seine Prognose für das Geschäftsjahr 2017/2018. Zudem verlief zuletzt die Umsetzung strategischer Initiativen in Deutschland nicht wie erwartet.

Hier geht es zu den wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmensterminen der Woche: Termine der Woche

Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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