22.03.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Zu früh für Entwarnung

Im Rückspiegel betrachtet waren die Sorgen des Marktes vor einer aggressiveren Fed-Zinspolitik übertrieben.

Im Rückspiegel betrachtet waren die Sorgen des Marktes vor einer aggressiveren Fed-Zinspolitik übertrieben. Der neue Notenbank-Chef Jerome Powell steht wie erwartet für ein „weiter so“ der Geldpolitik und folgt seiner Vorgängerin Janet Yellen. Nach der gestrigen Erhöhung um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent werden 2018 sehr wahrscheinlich noch zwei weitere Zinsschritte folgen. Für das kommende Jahr fällt der Zinspfad nun etwas steiler aus, prognostiziert werden drei anstatt zwei Zinserhöhungen.

Die Aktienmärkte reagierten zunächst freundlich, rutschten im späten Geschäft aber leicht ins Minus. Als Stütze erwies sich erneut der Ölsektor, der um knapp drei Prozent zulegte. Der Ölpreis selbst sprang auf ein Dreiwochenhoch, nachdem zuvor ein Rückgang der US-Ölvorräte gemeldet wurde. Gold profitierte ebenfalls von der Fed-Entscheidung, während der Euro wieder die Marke von 1,23 Dollar knackte. Unter den Technologiewerten standen erneut die Papiere von Facebook im Fokus. Konzern-Chef Mark Zuckerberg meldete sich erstmals seit dem Daten-Skandal zu Wort und gelobte Besserung. Nach einem volatilen Handelsverlauf rückte die Aktie um 0,7 Prozent vor.

Konjunkturelle Atempause

Viel Zeit um Luft zu holen bleibt zumindest den Anlegern am Frankfurter Aktienmarkt nicht. Mit dem Ifo-Geschäftsklimaindex steht um 10 Uhr Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer auf der Agenda. Der jüngste Rückgang von 117,6 auf 115,4 Punkte im Februar sollte noch nicht überbewertet werden, könnte sich aber durchaus als Auftakt einer etwas ruhigeren Entwicklung erweisen. So sind die Ifo-Geschäftserwartungen zuletzt drei Mal in Folge gesunken. Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 85 Prozent dürfte nun auch der Trend beim Ifo-Index nach unten drehen. Im März droht somit der zweite Rückgang in Folge, der Markt rechnet mit 114,7 Zählern. Besonders die zuletzt verstärkt aufkommenden Sorgen vor den protektionistischen Maßnahmen des US-Präsidenten dürften deutliche Bremsspuren hinterlassen. Ab dem Nachmittag werden zudem einige Konjunkturdaten aus den USA erwartet. Das Interesse richtet sich vor allem auf den Index der Frühindikatoren um 15 Uhr.

HeidelbergCement erhöht Dividende

DAX-Anleger bleiben vorerst in Deckung, der Markt dürfte etwas tiefer in den Handel starten. Aktien von HeidelbergCement stehen unter Beobachtung. Der Baustoffkonzern profitierte im vergangenen Jahr von der guten operativen Entwicklung sowie der Integration der 2016 übernommenen Italcementi. In diesem Jahr soll das Wachstumstempo beibehalten werden. Anleger erhalten eine um 30 Cent auf 1,90 Euro angepasste Dividende.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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