01.06.2018 10:30
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MÄRKTE AM MORGEN | Zwischen Handelskrieg und Hoffnungsschimmer

Am ersten Freitag im Monat schaut der Markt eigentlich immer auf die US-Arbeitsmarktdaten. Ob dies angesichts des sich wieder verschärfenden Handelsstreits zwischen den USA und anderen Ländern der Fall sein wird, erscheint fraglich. Ab heute erheben die USA Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus Europa.

Am ersten Freitag im Monat schaut der Markt eigentlich immer auf die US-Arbeitsmarktdaten. Ob dies angesichts des sich wieder verschärfenden Handelsstreits zwischen den USA und anderen Ländern der Fall sein wird, erscheint fraglich. Ab heute erheben die USA Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus Europa. Die EU wird sehr wahrscheinlich schon bald entsprechende Gegenmaßnahmen verkünden. In Italien wurde unterdessen der parteilose Jurist Giuseppe Conte mit der Regierungsbildung beauftragt. Dennoch bleibt das Land ein Unsicherheitsfaktor, die neue Regierung wird europakritisch ausgerichtet sein. An den Anleihemärkten reagieren Investoren aber wieder ruhiger, die Rendite der zehnjährigen Papiere fällt im frühen Geschäft auf 2,67 Prozent. Am Dienstag lag der Spitzenwert noch bei gut 3,4 Prozent.

Sollten neue Hiobsmeldungen ausbleiben, könnte der amerikanische Arbeitsmarktbericht um 14.30 Uhr die Tagestendenz entscheiden. In den vergangenen Monaten führte das langsam abnehmende Arbeitskräfteangebot bereits zu einer Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus, Stellenzuwächse von mehr als 200.000 sind selten geworden. Für Mai wird mit einem Plus von 180.000 gerechnet bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent.

Keine vier Zinserhöhungen

Wichtig wird auch die Lohndynamik, die Prognosen liegen bei 0,3 Prozent. Von Lohndruck in der US-Wirtschaft kann somit vorerst nicht gesprochen werden, was eher gegen eine noch straffere Geldpolitik sprechen würde. In den vergangenen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit für eine vierte Zinserhöhung von zuvor gut 40 auf weniger als 20 Prozent gefallen. James Bullard, Chef der Fed St. Louis ließ durchblicken, dass die Fed nicht alleine die Zinsen erhöhen kann, wenn andere Notenbanken nicht folgen. Zudem redeten die Notenbanker im jüngsten Protokoll nicht mehr von einem „gestärkten Konjunkturausblick“. Um 16 Uhr folgt noch der viel beachtete ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe.

Freundlicher Monatsauftakt

Überwiegend positive Tendenzen von den Märkten in Übersee lassen an den europäischen Börsen einen guten Auftakt erwarten. Der marktbreite S&P 500 büßte am Donnerstag um 0,7 Prozent ein, der Nasdaq 100-Index verlor nur um 0,1 Prozent. Hingegen liegen die US-Futures am Morgen leicht im Plus. Unverändert tendiert der Nikkei, während die Kurse in Shanghai deutlich anziehen. Auch der etwas schwächere Euro unterstützt die europäischen Exportwerte, der DAX wird im frühen Geschäft etwas höher bei 12.660 Punkten gesehen.

Nach dem gestrigen Kurseinbruch von rund sieben Prozent bleibt die Aktie der Deutschen Bank im Fokus. Am Morgen senkte die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote des Instituts. In der zweiten Reihe zeichnet sich ein schwacher Auftakt bei Dialog Semiconductor ab. Wegen geringerer Nachfrage durch den wichtigsten Kunden Apple rechnet das TecDAX-Mitglied in diesem Jahr mit weniger Umsatz.

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Quelle

BNP Paribas ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon fast die Hälfte in den vier Heimatmärkten Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg beschäftigt.

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