NYSE - A-/D-Linie: Die erste von vielen Divergenzen
A-/D-Linie: Die erste von vielen Divergenzen
Im nächsten Schritt führt uns die Analyse der grundsätzlichen Marktverfassung zum ältesten Marktbreiteindikator überhaupt: der Advance-/Decline-Linie. Dieser Marktbreitemaßstab ergibt sich aus dem Saldo von gestiegenen und gefallenen Aktien für alle an der NYSE gehandelten Papiere. Vereinfacht ausgedrückt ist eine Aufwärtsbewegung solange als gesund zu bezeichnen, wie diese von der Mehrzahl der Aktien getragen wird. Andererseits kommt der A-/D-Linie die Funktion eines „Frühwarnsystems“ zu: Strukturelle Schwächen einer Aufwärtsbewegung treten regelmäßig offen zu Tage. Typisch für die Spätphase einer Hausse ist z. B., dass nur noch wenige hochkapitalisierte Titel den zugrundeliegenden Index auf neue Hochstände ziehen, während die Masse der Indexmitglieder bereits zurückbleibt. Eine solche divergente Entwicklung ließ sich im Vorfeld der letzten beiden großen, oberen Marktwendepunkte 2000 und 2007 jeweils feststellen. Und auch 2018 kam es zu diesem Verhaltensmuster, denn die neuen Rekordstände beim Dow & Co. im Herbst wurden nicht mehr durch ein entsprechendes Hoch im Verlauf der A-/D-Linie bestätigt. So stammt das Hoch in der Marktbreite von Ende August 2018 und die neuen Allzeithochs wurden in der Folge mit einer schwächeren Marktbreite erzielt (siehe Chart 8).
NYSE (Daily)

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