Renditeanstieg setzt sich fort
Höhere Kupons bei Neuemissionen
Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen übertraf gestern zwischenzeitlich die Marke von 5,0 %. Auch bei deutschen Bundesanleihen erhöhte sich die Rendite. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Woche fort, in der die Renditen an den globalen Anleihemärkten auf neue Mehrjahreshöchststände gestiegen waren. Die entsprechenden Kursverluste belasten die Performance von Anleihen. Was einerseits negativ für den Portfolio-Bestand ist, kann andererseits positiv für Portfolio-Zugänge sein: Die Kupons für neue Unternehmensanleihen in der EUR-Währung übertrafen in der vergangenen Woche überwiegend die Marke von 4 %. Investoren griffen bei den Neuemissionen von Corporate Bonds daher weiterhin kräftig zu und zeichneten im Schnitt das Dreifache des später begebenen Volumens. Die Unternehmen nutzten das Zeitfenster nach der Sommerpause gut aus und platzierten mit 20,3 Mrd. EUR das viertgrößte Wochenvolumen seit Jahresanfang - trotz des insgesamt schwierigeren Umfelds an den Aktien- und Anleihemärkten. Dabei gelangen vergangene Woche auch zwei größere Transaktionen: Der US-Fahrdienstvermittler Uber begab bei seinem Debut am EUR-Bondmarkt mit 4,5 Mrd. EUR (5 Bonds mit Laufzeiten von 3 bis 20 Jahren) das drittgrößte Volumen des Jahres - gefolgt vom französischen Telekom-Konzern Orange, der mit 4,1 Mrd. EUR die viertgrößte EUR-Transaktion seit Jahresanfang platzierte.
September-Verfallstermin am Freitag
Die Aktienmärkte starteten gestern mit Verlusten in die Woche. Der DAX gab um 0,5 % nach und der Euro Stoxx 50 sank um 1,0 %. Die US-Börsen schlossen ebenfalls im Minus. Bei den Einzelwerten gab es dabei eine uneinheitliche Entwicklung: KI-nahe Titel und teilweise auch zyklische Werte litten, während ein Großteil der Aktien außerhalb des Technologiesektors zulegte. Vermutlich positionieren sich einige Investoren auch bereits für den großen (dreifachen) September-Verfallstag am Freitag, wenn an den Terminbörsen eine Vielzahl an Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig werden.
Heute ZEW und US-Industrie
Am frühen Morgen gab es aus China bereits Daten zur Industrieproduktion (im August mit +5,2 % yoy besser als erwartet) und zu den Einzelhandelsumsätzen (mit -0,4 % yoy unter den Erwartungen). Am Vormittag veröffentlicht das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung seinen ZEW Index für Deutschland. Nach 34,2 Punkten im Vormonat rechnet der Konsens mit einem weiteren Anstieg der ZEW Erwartungen. Am Nachmittag folgt aus Übersee noch der Empire Manufacturing Index: Dieses Barometer für das Verarbeitende Gewerbe in den USA dürfte laut Konsens-Prognosen im September schwächer ausfallen. Das wichtigste geldpolitische Ereignis dieser Woche beginnt heute mit der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank Fed. Am Mittwochabend wird sie ihren Zinsentscheid verkünden. Wir rechnen nach den am Freitag etwas höher als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten mit einer Anhebung der US-Leitzinsen um 25 Basispunkte.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


