| Nur gut 1 % vom bisherigen Allzeithoch bei 2.135 Punkten entfernt, verließ die Marktteilnehmer beim S&P 500® zuletzt der Mut. Seither befinden sich die amerikanischen Standardwerte im Korrekturmodus. Dieser Entwicklung müssen auch die Indikatoren Tribut zollen. So ist der MACD mittlerweile „short“ positioniert, während im Verlauf des RSI eine abgeschlossene Toppbildung vorliegt. Zuvor hatten beide Indikatoren bereits mit negativen Divergenzen zur Vorsicht gemahnt. Für einen weiteren Bremsklotz sorgt die Saisonalität. Wohingegen der S&P 500® seit 1928 in der Zeit von Oktober bis Ende April im Durchschnitt um 4,32 % zulegen konnte, schmilzt der durchschnittliche Kurszuwachs in der übrigen Zeit – also von Anfang Mai bis Ende September – auf lediglich noch 0,5 % zusammen. Die alte Börsenweisheit „sell in may and go away“ hat also durchaus ihre Berechtigung. Im neuen Jahrtausend „funktioniert“ das „Börsenbonmot“ sogar noch etwas besser. Während der durchschnittliche Kurszuwachs von Oktober bis April seither 5,57 % betrug, mussten Anleger in der restlichen Zeit seit 2000 im Durchschnitt sogar Kursverluste von 2,7 % hinnehmen. Investoren müssen also zusätzlich zur angeschlagenen charttechnischen Situation von saisonalem Gegenwind ausgehen. |