Sperrzone in der Straße von Hormus
Iran kündigt Sperrzone in der Straße von Hormus an
Trotz aller Bemühungen der USA stockt der Transport durch die Sraße von Hormus auch weiterhin. Iran kündigte hier zuletzt eine Sperrzone an. Für Frachtschiffe solle ein neuer Schiffskorridor ausgewiesen werden. Was auch immer das konkret bedeuten mag: Es zeigt, dass das Land keineswegs bereit ist, sich eine Friedenslösung von den USA diktieren zu lassen. Der Kampf um die freie Durchfahrt durch das Nadelöhr hält an. Es ist derzeit nicht absehbar, wann wieder eine gefahrlose Passage für Schiffe aller Nationalitäten und Destinationen möglich sein wird. Brent Öl notierte zuletzt bei 97,74 USD/Fass.
Märkte warten auf die EZB
Die Märkte gehen inzwischen nahezu einhellig davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte nach oben nehmen wird. Eine entsprechende Entscheidung der EZB dürfte daher inzwischen mehr oder weniger vollständig an den Finanzmärkten eingepreist sein. Alles andere wäre eine Überraschung und würde die Märkte irritieren. Auch wir gehen von einer Zinserhöhung um 25 BP aus.
Japan wächst stärker als Deutschland
Das japanische BIP hat im zweiten Quartal auf Quartalsbasis revidiert um 0,4 % zugelegt, nach 0,5 % im Vorquartal. Japans Wirtschaftsleistung ist damit zuletzt stärker gewachsen als die deutsche. Vor allem die Exporte stützen die Wirtschaft des Inselreichs. Ein wichtiger Faktor ist hier schon seit geraumer Zeit der Yen. Zum USD und zum Euro tendiert die japanische Valuta kontinuierlich schwach, was insbesondere auf den signifikanten Zinsnachteil von Yen-Anlagen zurückzuführen ist. Allerdings befeuert die schwache Währung auch die importierte Inflation und bereitet der BoJ daher zunehmend Sorgen. Und auch die US-Regierung verlangt von Japan Maßnahmen, um den Yen zu stützen. Hintergrund ist das hohe Handelsdefizit der USA mit Japan, das Washington auf den (zu) schwachen Yen zurückführt. Vor diesem Hintergrund hat die BoJ zuletzt massiv am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu stützen. Rund 96,5 Mrd. USD hat sie zwischen dem 30. Juli und dem 26. August dafür ausgegeben. Auch zuletzt dürfte Japans Notenbank wieder am Devisenmarkt aktiv gewesen sein. Allzu viel genützt hat dies aber nicht. Denn die Interventionen ändern nicht die Fundamentaldaten, die für die Yen-Schwäche ursächlich sind. Die BoJ wird u.E. nicht umhinkommen, bald ihre Leitzinsen erneut anzuheben.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


