Tech-Rally gerät für den Moment ins Stocken

Broadcom bremst Tech-Aktien


Am Donnerstag war die Stimmung der Marktteilnehmer beiderseits des Atlantiks gemischt. Während die wichtigsten Aktienindizes in der Breite moderat zulegten, geriet die Kursdynamik des Technologiesektors nach der fulminanten Rally der letzten Wochen nun ins Stocken. Grund dafür waren die Zahlen des Chipkonzerns Broadcom, die für Enttäuschung sorgten. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz in Höhe von 22,19 Milliarden Dollar, womit das Ergebnis deutlich unterhalb der durchschnittlichen Analystenprognose (22,27 Milliarden Dollar) lag. Der Broadcom-Aktienkurs brach infolgedessen um fast 12 % ein. Ebenso ließen unter anderem Konkurrenten wie AMD, Qualcomm und Micron Federn. Der S&P 500 beendete den Tag mit einem Plus von 0,41 %, während der DAX 0,6 % höher schloss. Der Euro Stoxx 50 verbuchte einen Zuwachs in Höhe von 0,82 %.

Ölpreise sinken leicht


Für etwas Entspannung sorgte zudem ein Rückgang der Notierungen am Ölmarkt. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent ermäßigte sich am Donnerstag in der Spitze um rund 3,5 % und notierte im Tagesverlauf etwas unterhalb von 95 USD. Auslöser für den Preisrückgang war die Neupositionierung einiger Schiffe, die einige Marktakteure wohl als Zeichen einer baldigen Öffnung gewertet hatten.

Heute US-Arbeitsmarkt im Fokus

Am heutigen Freitag richtet sich der Fokus klar auf die US-Arbeitsmarktdaten für Mai. Für die Beschäftigungsveränderung ex Agrar erwarten wir einen moderaten Stellenaufbau von rund 90.000, nach 115.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht auf 4,4 % ansteigen (April: 4,3 %), während wir für die durchschnittlichen Stundenlöhne ein Plus von 0,3 % im Vergleich zum Vormonat prognostizieren (+0,2 % im April). Damit rückt einmal mehr die Frage in den Vordergrund, ob sich der US-Arbeitsmarkt weiter in Richtung einer ¿weichen Landung¿ bewegt oder ein anhaltender Lohnauftrieb die Fed zu einer längeren Phase hoher Zinsen zwingt. In der Eurozone werden zudem die finalen BIP-Daten für das erste Quartal veröffentlicht, die mit einem Wachstum von 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal die vorläufige Schätzung bestätigen sollten. Die Zahlen untermauern einmal mehr, dass Europas Wirtschaft weiterhin nur schleppend wächst. Unternehmensseitig stehen lediglich einige kleinere Titel mit Quartalszahlen auf der Agenda, die aus breiter Marktsicht allerdings nur begrenztes Impulspotenzial besitzen. Die Richtung an den Märkten dürfte daher primär durch die US-Daten bestimmt werden.


Wichtige Hinweise


Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen.

Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt.

Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern.

Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar.

Herausgeber


Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
70173 Stuttgart

Weitere Nachrichten
Landesbank Baden-Württemberg
Werbung der Landesbank Baden-Württemberg Ausgewählte Discount-ZertifikateIm Hinblick auf unsere Umsätze der letzten 14 Tage haben wir für Sie eine Auswahl an Discount-Zertifikaten zusammengestell ...
Trump las Netanjahu die LevitenAm Persischen Golf kehrt keine Ruhe ein: Auch heute früh gab es wieder gegenseitige Angriffe. Der Iran griff amerikanische Basen in Bahrain und Kuwait mit Raketen ...
Werbung der Landesbank Baden-Württemberg Unsere LBBW Discount-Zertifikate auf den Basiswert MünchenerRück waren auf Basis der Umsätze der letzten vier Wochen besonders nachgefragt.MünchenerRück ( ...