| „Null Toleranz gegenüber weiteren Kursrückgängen“! So lässt sich die charttechnische
Ausgangslage der Thyssen-Aktie auf den Punkt bringen. Schließlich notiert das Papier
im Bereich einer absoluten Kernunterstützung. Die 200-Wochen-Linie (akt. bei 21,61
EUR) definiert dabei nur den Auftakt zu einer Kumulationszone, die sich zusätzlich
aus dem Pendant der letzten 200 Monate (akt. bei 21,41 EUR), einem Fibonacci-Cluster
zweier unterschiedlicher Retracements (21,10 EUR bzw. 20,90 EUR) sowie dem ehemaligen
Abwärtstrend seit Mai 2008 (akt. bei 20,87 EUR) speist. Am schwersten wiegt bei einem
Abgleiten unter die angeführte Bastion allerdings zweifelsohne, dass dann gleichzeitig
ein klassisches Doppeltopp – definiert durch die Hochs bei 27,07/26,52 EUR – vervollständigt
wäre. Ein abgeschlossenes, oberes Umkehrmuster würde ein kalkulatorisches Rückschlagpotential
von gut 5 EUR bereithalten, wodurch ein Wiedersehen mit den Tiefs bei 16,60 EUR wieder
auf die Agenda rückt. Ungemach droht auch von Seiten des trendfolgenden MACD, der
sowohl auf Wochen- als auch auf Monatsbasis ein frisches Ausstiegssignal generiert
hat. Um die Aktie kurzfristig zu stabilisieren, ist zumindest ein Schließen der jüngsten
Abwärtskurslücke im Tageschart (21,60/21,72 EUR) nötig. |