Mit kräftigen Verlusten quittierten Anleger am Donnerstag das Zahlenwerk von ThyssenKrupp. Der Rückschlag bietet langfristig aber auch Chancen, wenn die eingeleiteten Maßnahmen wirken und sich das Umfeld verbessert. Ähnlich sind die Perspektiven beim Branchenkollegen Salzgitter.
Das Wichtigste zu ThyssenKrupp und Salzgitter vorab:
ThyssenKrupp verfehlt Erwartungen, streicht Dividende und bereitet Anleger auf eine lange Durststrecke vor
Neues Optimierungsprogramm soll Salzgitter mittelfristig Rückenwind geben
Die Ausgangslage könnte kaum schlechter sein: Anziehende Rohstoffpreise, fallende Stahlpreise, eine rückläufige Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie und weltweite Überkapazitäten setzen der Stahlbranche zu. Dazu kommen teure Restrukturierungsprogramme und die Unsicherheit wegen des Handelsstreits. In der Stahlbranche sind daher tiefgreifende Maßnahmen erforderlich.
Auf Martina Merz, die neue Frau an der Spitze von ThyssenKrupp, wartet somit viel Arbeit. Wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt strich sie die Dividende. Der Markt hatte eine unveränderte Ausschüttung von 0,15 Euro je Aktie erwartet. Zugleich wurden Anleger auf eine längere Durststrecke vorbereitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 stieg der Nettoverlust kräftig von 62 Mio. Euro im Vorjahr auf 304 Mio. Euro. Das Umfeld bleibt aufgrund der Konjunkturschwäche und der laufenden Restrukturierung schwierig. Die für 2020/21 avisierten Mittelfristziele wurden verschoben. Zur Einordnung: Analysen hatten bisher eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet.
Nachdem zuvor strukturelle Verbesserungen nicht mit der notwendigen Konsequenz umgesetzt wurden, packt Merz nun an und schreckt auch vor schmerzhaften Entscheidungen nicht zurück. Die neue Chefin kündigte bereits einen drastischen Stellenabbau in der Zentrale an. Eine Entscheidung über den Börsengang oder Verkauf der lukrativen Aufzugssparte wird im ersten Quartal 2020 erwartet. Analysten sehen den Wert bei bis zu 17 Mrd. Euro. ThyssenKrupp bringt derzeit nur gut sieben Mrd. Euro auf die Börsenwaage.
Salzgitter und Tata Steel leiden ebenfalls
Auch Salzgitter muss im nächsten Jahr liefern. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Vorsteuerverlust im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. Die Hoffnungen ruhen auf dem neu aufgelegten Optimierungsprogramm „FitStructure 2.0“. Bis die neuen Prozesse und Strukturen ihre positive Wirkung entfalten, wird aber noch Zeit vergehen. Bis 2022 soll das Programm ein Ergebnisverbesserungspotenzial von mindestens 240 Mio. Euro freilegen. Fraglich bleibt aber, ob auch die zahlreichen Belastungsfaktoren, auf welche Salzgitter kaum einen Einfluss hat, dann unverändert bestehen.
Der indische Stahlkonzern Tata Steel leidet ebenfalls im aktuellen Branchenumfeld und plant, nach der geplatzten Fusion mit ThyssenKrupp, 3.000 von den bestehenden 20.000 Stellen in Europa abzubauen. Das Unternehmen sieht vor allem in Europa Probleme, die durch den sino-amerikanischen Handelskonflikt ausgelöst wurden: Die Streitigkeiten hätten „den europäischen Markt zu einem Abladeplatz für die überschüssigen Stahlkapazitäten der Welt“ gemacht, teilte Tata Steel mit. Eine Aussicht auf Besserung sei zudem nicht in Sicht. Derzeit stünden die Zeichen eher auf einer weiteren Verschärfung der Lage.
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