Unternehmensanleihen weekly: Wann brechen die Spreads aus der Seitwärtsbewegung aus – und wohin?
Kleinere Ausbruchsversuche der CDS-Indizes dies- und jenseits des Atlantiks verlaufen in den letzten Wochen im Sand. Während der US-Index CDX (fünf Jahre) sich in der Range zwischen 60 und 70 Basispunkten sehr wohl zu fühlen scheint, mäandriert sein europäisches Pendant, der iTraxx fünf Jahre, durch den Bereich von 70 bis 76 Basispunkten.
Was kann die Indizes aus ihrem Dornröschenschlaf wecken? Die Spreads schlummern hinter einer Dornenhecke, einer undurchsichtigen Gemengelage aus Unsicherheit über Griechenland-Anleihen, dem Türkei-Referendum, neuen Versuchen des amerikanischen Präsidenten, sich ein politisches Standing zu schaffen, Verhandlungen zwischen den USA und China und beunruhigenden Nachrichten aus Südafrika und Venezuela.
Während die politische Großwetterlage eher für eine Bewegung der Spreads nach oben spräche – an Risiken mangelt es aktuell nicht – könnte ein weiterer entscheidende Impuls für die Unternehmensanleihen aus der in Kürze beginnenden Berichtssaison kommen. Für die US-Autobranche sind diesbezüglich allerdings wohl keine positiven Überraschungen zu erwarten: Zuletzt sind die Autoverkäufe in den USA im März hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nur deutsche Autobauer konnten ihren Absatz in den USA gegenüber dem Vormonat steigern, damit stellen sie allerdings die Ausnahme dar.
Für eine spürbare Einengung der Spreads könnte aktuell wahrscheinlich nur ein Durchbruch an der Trump-Font sorgen – ein Erfolg bei der Ende der Woche anstehenden Abstimmung im Kongress zur Aufhebung von Obamacare, Fortschritt bei der Steuerreform oder hoffnungsvolle Signale nach dem Treffen mit dem Chinesischen Präsidenten Xi Jinping.
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