Waffenruhe wackelt
USA und Iran auf Eskalationskurs
Donald Trumps erneute Zolldrohungen wirkten am Montag noch nach und belasteten zu Wochenbeginn die Aktienkurse von deutschen Automobilherstellern. Trump hatte am vergangenen Freitag eine Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. Die Zölle sollen in dieser Woche von 15 % auf 25 % erhöht werden. Zudem blickten die Anleger mit Sorge auf den Ölpreis. Angesichts der wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten kletterten die Notierungen für Rohöl der Nordseesorte Brent über 110 US-Dollar je Fass. Erneut ging es um die Straße von Hormus. Donald Trump verkündete den Start einer neuen US-Initiative, die die wichtige Meerenge für die Schifffahrt freimachen soll. Daraufhin hatte der Iran mehrere Warnungen ausgesprochen. Iranische Berichte, wonach ein US-Kriegsschiff von Raketen getroffen wurde, sorgten für Verunsicherung. Es folgten teils widersprüchliche Aussagen der Konfliktparteien zum Geschehen rund um die Straße von Hormus. Die Waffenruhe wird immer brüchiger. Der Iran attackierte Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die USA wiederum meldeten die Zerstörung iranischer Schnellboote. Die Verunsicherung spiegelte sich am gestrigen Handelstag in der Entwicklung des DAX wider. Letzten Endes schloss der Aktienindex unterhalb von 24.000 Punkten im Minus.
Sentix Index für Deutschland sinkt
Trotz des Iran-Konfliktes schätzten die von sentix befragten Investoren die Konjunktur im Euroraum zuletzt etwas weniger pessimistisch als im Vormonat ein. Der Index stieg um 2,7 Punkte auf -16,4 Zähler. Die Bewertung der deutschen Konjunktur verschlechterte sich dagegen weiter. Der Gesamtindex fiel von -27,7 auf -30,9 Punkte, was dem tiefsten Stand seit Januar 2025 entspricht. Sowohl die Bewertung der Lage als auch der Aussichten sank jeweils das dritte Mal in Folge. In keiner anderen von sentix befragten Region war eine vergleichbar negative Entwicklung festzustellen.Heute ISM Dienstleistungen
Die Entwicklungen in Nahost und insbesondere die Situation an der Straße von Hormus bleiben im Fokus der Anleger. Unter den heute anstehenden Makrodaten kommt dem US-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor des Institute for Supply Management (ISM) noch die größte Aufmerksamkeit zu. Wir rechnen mit einem leichten Rückgang auf 53,5 Punkte. Damit würde der In dex im Bereich wirtschaftlicher Expansion bleiben. Bereits am Freitag war das Pendant für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht worden. Der Indikator stagnierte bei 52,7 Zählern.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


