|
BoJ schockt die Märkte, Fed bleibt ruhig
Anleger brauchen heute einen kühlen Kopf, nicht nur die Berichtssaison sorgt für kräftige Bewegungen. Wie so häufig in den vergangenen Jahren geben besonders die Notenbanken die Richtung vor. Und hier kommen für den DAX vor allem aus Asien schwache Vorgaben. Anders als von vielen Investoren vermutet hat die Bank of Japan (BoJ) keine Signale für weitere Lockerungsmaßnahmen geliefert. Der Nikkei sackt um 3,6 Prozent ab, während der Yen kräftig aufwertet. Offenbar wollen die Japaner zunächst die Wirkung der im Januar eingeführten Negativzinsen abwarten. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange die Notenbanker dem steigenden Yen noch zuschauen. Seit Anfang Februar kletterte der Kurs gegenüber dem Dollar um rund zehn Prozent und stellt für die stark auf den Export ausgerichteten japanischen Unternehmen eine zunehmende Belastung dar. Der Druck auf die Bank of Japan dürfte weiter steigen, vor allem wenn das bisherige Jahrestief beim Währungspaar USD/JPY bei rund 107,50 Yen fallen sollte.
Kaum kursbewegende Neuigkeiten kamen hingegen von der amerikanischen Notenbank. Wie erwartet blieb der Leitzins in einer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent. Ob auf der nächsten Sitzung im Juni eine Anhebung vorgenommen wird, bleibt weiter offen. An den Märkten wird die Wahrscheinlichkeit bei 20 Prozent gesehen, denn das gestern veröffentlichte Statement blieb im Vergleich zum März nahezu unverändert. Somit geht das ewige Hin und Her weiter, ob und wenn ja wann die Fed den nächsten Schritt vornehmen wird. Die offiziellen Reden der Notenbanker sollten daher genau verfolgt werden, zudem dürften die anstehenden Konjunkturdaten wichtige Signale liefern. In den Fokus rücken daher die BIP-Zahlen für das erste Quartal um 14.30 Uhr. Volkswirte rechnen mit einem deutlichen Rückgang auf 0,7 Prozent.
Für zusätzliche Nervosität sorgt die laufende Berichtssaison. Überwiegend gute Bilanzen kamen aus den USA. Facebook-Aktien kletterten nachbörslich auf ein Rekordhoch, nachdem die Zahlen durchweg besser ausgefallen waren als erwartet. Auch Paypal überraschte positiv. Die Deutsche Börse lieferte hingegen nur ein durchwachsenes Ergebnis ab, deutlich besser lief es für die Deutsche Bank. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten erzielten die Frankfurter einen Gewinn von 236 Mio. Euro. Vor allem die deutlich geringeren Kosten federten den Rückgang bei den Erträgen ab.
Aktuelle Unlimited Turbos auf USD/JPY 
|
|
Basispreis/
KO-Schwelle |
97,6981 |
|
Hebel |
10,12 |
|
Laufzeit |
Open End |
|
|
|
|
|
|
|
|
Basispreis/
KO-Schwelle |
118,9492 |
|
Hebel |
10,13 |
|
Laufzeit |
Open End |
|
|
|
|
|
|
|