Zinsanstieg belastet Technologiewerte
Renditeanstieg trifft Realwirtschaft
Der Ausverkauf im Halbleitersektor hat sich in Asien beschleunigt. Samsung und SK Hynix verloren in Seoul phasenweise über sieben Prozent, der Kospi brach um knapp sechs Prozent ein, der Topix gab 2,9 % nach. Der Auslöser der jüngsten Kursrückgänge liegt jedoch nicht im Sektor selbst, sondern am langen Ende der Zinskurve. Die Finanzierungskosten der großen Technologieunternehmen steigen mit den Langfristrenditen, und damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob die angekündigten Investitionsprogramme in diesem Zinsumfeld Bestand haben. Die 30-jährige Treasury-Rendite markierte zuletzt mit 5,31 % den höchsten Stand seit 2007, die 10-jährige Rendite nähert sich ihrem Jahreshoch. Über Nacht kam es zu einer gewissen Stabilisierung - beide Laufzeiten gaben rund einen Basispunkt nach. Vor dem Hintergrund der schwachen Vorgaben notieren die europäischen Aktienfutures aktuell leicht im Minus.
Golf-Konflikt nährt Inflationssorgen
Der Nahost-Konflikt verschärft die Lage von der Inflationsseite her. Der Iran feuerte am Dienstag zwei ballistische Raketen in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate ab - der erste bekannte Angriff auf den Golfstaat seit Mai. US-Präsident Trump verneinte zugleich laufende Gespräche mit Teheran. Freundlich präsentierte sich der kanadische Dollar, nach-dem Washington die 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren nach Verhandlungen für drei Tage aufgeschoben hat.
Fed im Fokus
Der Datenkalender ist heute nur spärlich gefüllt. Die größte Aufmerksamkeit dürfte der Veröffentlichung des Fed-Protokolls zur Juli-Sitzung des Offenmarktausschusses zuteilwerden. Da Notenbankchef Warsh seine Kommunikation deutlich zurückgefahren hat, ist das Protokoll derzeit die ergiebigste Quelle zur Frage, wie der Offenmarktausschuss den Anstieg der Langfristzinsen selbst bewertet bzw. ob er ihn als geldpolitisch willkommene Straffung betrachtet. Hinweise auf die aktuelle Kauflaune der US-Konsumenten könnten die Quartalsberichte der Einzelhändler Lowe's und Target sowie des Kosmetikgüterkonzerns Estée Lauder geben.Wichtige HinweiseDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24-28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihre Anlageberaterin oder -berater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. HerausgeberLandesbank Baden-Württemberg Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart |


