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30.08.2017 16:00

Bechtle: Schwäbischer DividendenAdel zum fairen Preis

Vielen Unternehmen, die es im Zuge der „Dot.com“-Euphorie an die Börse geschafft hatten, ging schon 2001 die Luft aus. Ganz anders die Situation bei Bechtle: Während die Wettbewerber ums Überleben kämpften oder gleich kollabierten, zahlte der IT-Dienstleister aus Neckarsulm eine Dividende – und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Vielen Unternehmen, die es im Zuge der „Dot.com“-Euphorie an die Börse geschafft hatten, ging schon 2001 die Luft aus. Ganz anders die Situation bei Bechtle: Während die Wettbewerber ums Überleben kämpften oder gleich kollabierten, zahlte der IT-Dienstleister aus Neckarsulm eine Dividende – und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Inzwischen kommt die längst im TecDAX gelistete Firma auf eine lupenreine DividendenAdel-Historie von 17 Jahren ohne Kürzung. Sogar inmitten der Finanzkrise, als auch bei den soliden Schwaben ein Viertel der Gewinne wegbrach, konnte die Ausschüttung stabil gehalten werden. Im Anschluss gab’s dann gleich sieben Anhebungen in Folge, wobei die Dynamik – wie man es im IT-Bereich erwarten würde – zweistellig ausfällt.

Ebenfalls typisch für die Branche ist die moderate Ausschüttungsquote. Traditionell wird lediglich ein Drittel der Gewinne an die Aktionäre ausgekehrt. Entsprechend gering fällt die Dividendenrendite aus. Doch Bechtle gehört eben zu den Firmen, bei denen die Dividende nicht primär eine Einkommensquelle darstellt, sondern die herausragende Unternehmensqualität reflektiert. Und wenn die stimmt, können eben auch aus bescheidenen Anfangsrenditen satte Einnahmen werden: Wer 2007 eingestiegen ist, realisiert auf seinen Einstandskurs dieses Jahr eine Dividendenrendite von knapp 8%.

Die Chancen, dass dieser Trend sich fortsetzt, stehen gut. Als größtes Systemhaus in Deutschland ist Bechtle einer der natürlichen Profiteure der Digitalisierung. Hinzu kommt ein Management, das nicht von Quartal zu Quartal denkt, sondern auf nachhaltige Wertschöpfung setzt. Kein Wunder deshalb, dass die Firma, an der die Gründerfamilie noch immer über ein Drittel der Anteile hält, kaum Schulden hat. Neben SAP ist Bechtle damit der deutsche Top-Kandidat für den Technologie-Teil in einem langfristigen Dividendenwachstums-Depot – auch weil die Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 17 nach wie vor nicht zu teuer ist.

BECHTLE AG DividendenAdel-Profil

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl). 

Das DividendenAdel-Profil und der Kommentar sind zum angegebenen Datum auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen erstellt und hernach nicht aktualisiert worden. Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Die Inhalte dienen im übrigen nur der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Keinerlei Haftung für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.

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Christian W. Röhl ist Unternehmer, Kapitalmarkt-Stratege – und Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers "Cool bleiben und Dividenden kassieren" auf seinem Blog DividendenAdel sowie in Vorträgen und Workshops.

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