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24.07.2017 19:31

Sonova: Hört sich (nicht ganz so) gut an

Wenn es um Firmen geht, die vom demographischen Wandel profitieren, ist Sonova fast immer mit von der Partie. Die Schweizer sind schließlich einer der drei großen Hörgeräte-Hersteller der Welt – und mit dem Durchschnittsalter der Menschen steigt auch die Quote der Schwerhörigen. Zumal ja irgendwann auch die „Generation Techno“ in die Jahre kommt, wo sich die vor wummernden Boxen zugebrachten Nächte rächen könnten.

Wenn es um Firmen geht, die vom demographischen Wandel profitieren, ist Sonova fast immer mit von der Partie. Die Schweizer sind schließlich einer der drei großen Hörgeräte-Hersteller der Welt – und mit dem Durchschnittsalter der Menschen steigt auch die Quote der Schwerhörigen, zumal ja irgendwann auch die „Generation Techno“ in die Jahre kommt, wo sich die vor wummernden Boxen zugebrachten Nächte rächen könnten.

Über mangelndes Wachstum kann sich das bis 2007 unter seiner Hauptmarke Phonak firmierende Unternehmen jedenfalls nicht beschweren. Binnen zehn Jahren wurde der Umsatz mehr als verdoppelt, wobei zuletzt auch Akquisitionen eine Rolle gespielt haben – mit der Übernahme der Handelskette AudioNova hat man sich etwa einen starken Vertriebskanal einverleibt. Die Gewinnentwicklung hingegen ist nicht ganz so stetig, wie man das von anderen Healthcare-Firmen kennt: Seit 2007 war der Überschuss auf Jahresbasis immerhin dreimal rückläufig.

In der Ausschüttungs-Historie spiegelt sich das hingegen nicht wider. Seit eineinhalb Jahrzehnten gab’s keine Kürzung, zuletzt sogar fünf Anhebungen in Folge – und die Payout-Quote liegt mit 40% so komfortabel innerhalb des DividendenAdel-Korridors, dass temporäre Ertragsdellen auch weiterhin gut ausgebügelt werden können.

Die Rendite hingegen ist mau, wenngleich sie derzeit leicht über dem langfristigen Durchschnitt liegt. Auf diesem Niveau würde man sich allerdings etwas mehr Dynamik wünschen. Die Aktie ist derzeit erst in zweiter Instanz interessant, sowohl für den Healthcare- als auch für den Schweiz-Anteil im Income-Portfolio gibt es aussichtsreichere Kandidaten.

Christian W. Röhl ist Unternehmer und Kapitalmarkt-Stratege – vor allem aber Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet. Einblicke in seinen Investment-Alltag gibt der Autor des manager magazin-Bestsellers „Cool bleiben und Dividenden kassieren“ in Vorträgen und Seminaren sowie auf seinem Blog DividendenAdel und bei Twitter (@CWRoehl).

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