| Der Renditeanstieg in den ersten Wochen des Jahres hat die langfristigen Charts auf der Rentenseite wieder in den Fokus der Investoren gerückt. Keine Ausnahme stellt dabei der Kursverlauf der 10-jährigen Rendite in Deutschland dar. Sowohl die 200-Wochen-Linie (akt. bei 0,49 %) als auch den seit Sommer 2008 dominierenden Baissetrend (akt. bei 0,54 %) konnte das Renditebarometer jüngst hinter sich lassen. Unter dem Strich sorgen beide Weichenstellungen für ein deutliches Ausrufezeichen in Sachen „nachhaltige Zinswende“. Aus charttechnischer Sicht würde ein Anstieg per Wochenschlusskurs über das Jahreshoch von 2017 (0,64 %) dieses Szenario weiter befeuern, zumal auch der trendfolgende MACD jüngst ein neues Einstiegssignal generiert hat. Übergeordnet ist das Umfeld günstig, um perspektivisch in Richtung der Marke von 1 % vorzustoßen. In diesem Dunstkreis entsteht das nächste Widerstandscluster aus zwei unterschiedlichen Fibonacci-Retracements (0,92 % bzw. 0,95 %) sowie den Hochpunkten des Jahres 2015 (0,97 %/1,06 %). Ein Fehlausbruch auf der Oberseite würde unserem Basisszenario zweifelsfrei einen Strich durch die Rechnung machen. Deshalb gilt es, zukünftig nicht mehr unter die o. g. Glättungslinie zurückzufallen, denn dann wäre gleichzeitig ein erneuter Rückfall in den alten Basisabwärtstrend zu beklagen. |