| Anleger sollten den Kursverlauf der 10-jährigen Rendite in Japan derzeit genauestens verfolgen. Nachdem bereits Ende vergangenen Jahres eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation komplettiert wurde, gelang jüngst der Sprung über den seit Mai 2013 bestehenden Baissetrend (akt. bei 0,03 %). Was aus charttechnischer Sicht noch fehlt, ist ein Spurt über den flach verlaufenden Abwärtstrend seit Anfang Februar 2017 (akt. bei 0,08 %). Gelingt dieser Befreiungsschlag, wäre die gesamte Kursentwicklung seit Jahresbeginn letztlich als trendbestätigende Konsolidierungsflagge zu interpretieren (siehe Chart). Im Erfolgsfall lässt sich das kalkulatorische Anschlusspotential auf rund 25 Ticks taxieren, was mehr als ausreicht, um das wichtige Zinstief vom Januar 2015 bei 0,20 % anzusteuern. Rückenwind kommt aktuell vom trendfolgenden MACD, der gerade ein neues Einstiegssignal generiert hat. Gleichzeitig signalisieren die jüngsten beiden Monatskerzen – jeweils zwei „Hammer“-Muster – das sich wandelnde Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären. Um die beschriebene Ausbruchschance nicht leichtfertig zu verspielen, sollte die 10-jährige Rendite in Japan in Zukunft definitiv nicht mehr unter die jüngsten beiden Zinstiefs bei 0 % zurückfallen. |