10-jährige Rendite USA - „false break“ sorgt für fallende Zinsen
„false break“ sorgt für fallende Zinsen
Das ganze Dilemma bringt der Monatschart der 10-jährigen US-Rendite auf den Punkt. Im September vergangenen Jahres gelang der Sprung über den Kreuzwiderstand aus den Hochs vom Jahresultimo 2012/13 bei 3,04 % und dem seit Anfang der 1980er Jahre bestehenden Baissetrend (akt. ebenfalls bei 3,04 %). Nicht nur, dass damit der langfristige Abwärtstrend zu den Akten gelegt wurde, gleichzeitig lag – definiert durch die historischen Zinstiefs vom Juli 2012 (1,38 %) und vom Juli 2016 (1,32 %) – ein großer Doppelboden vor. Im Fußball ist diese Ausgangslage am ehestens vergleichbar mit einer Situation, in welcher der Stürmer alleine auf das leere Tor zuläuft, den Ball aber dennoch daneben schießt. Für den ausbleibenden Torjubel sorgte im charttechnischen Sinn, dass die 200-Monats-Linie (akt. bei 3,19 %) den Zinsanstieg in der Folge bereits ausbremste. In Schlagdistanz zu dieser Hürde wurden ein „tweezer top“ mit deckungsgleichen Monatshochs sowie ein „bearish engulfing“ ausgeprägt. Die beiden negativen Candlestickmuster waren dann der Wegbereiter für das Rebreak der Nackenzone des o. g. Doppelbodens sowie den Rückfall in den langfristigen Abwärtstrend (siehe Chart 2).
10-jährige Rendite USA (Monthly)

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