| Aufkommende Gewinnmitnahmebereitschaft |
| Der DAX® konnte gestern seinen Rekordstand bis auf 12.842 Punkte ausbauen. Dennoch
sorgt die gestrige Entwicklung „nur“ für ein gemischtes Bild. Während das neue Verlaufshoch
den unverändert intakten Hausseimpuls signalisiert, zeugt der markante Docht der gestrigen
Tageskerze von einer größer werdenden Gewinnmitnahmebereitschaft. Da auch die Vorgaben
durchwachsen sind, möchten wir uns heute explizit mit den nächsten Auffangmarken auseinandersetzen.
Eine erste Unterstützung stellen dabei die verschiedenen Hochs bei 12.783/71 Punkten
dar. Wesentlich wichtiger ist unseres Erachtens allerdings die Kombination aus dem
jüngsten „swing low“ bei 12.662 Punkten und der Parallelen (akt. bei 12.648 Punkten)
zum Aufwärtstrend seit Februar. Während tradingorientierte Anleger bestehende Engagements
auf dieser Basis absichern können, lassen langfristige Investoren ihren Positionen
mit einem Stopp im Bereich der alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten etwas mehr
Luft zum Atmen. Erst unterhalb dieser Bastion wäre die DAX®-Hausse grundsätzlich in
Frage zu stellen. |
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DAX® (Daily) |
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| Nachhaltiger Ausbruch? |
| Seit Anfang März befindet sich der S&P 500® im Konsolidierungsmodus. Dabei hat sich
die Marke von 2.400 Punkten als wichtige Hürde herauskristallisiert. Die Bedeutung
dieser Marke lässt sich beispielsweise auch an dem im Monatschart zuletzt ausgeprägten
„Innenstab“ ablesen. Mit 2.406 Punkten gelang den amerikanischen Standardwerten gestern
ein neuer Rekordstand. Die große Frage ist nun, ob es sich um einen nachhaltigen Ausbruch
auf der Oberseite handelt, denn eine positive Weichenstellung würde sicher nochmals
neue Kräfte freisetzen. Die Parallele (akt. bei 2.454 Punkten) zum Aufwärtstrend seit
Juni 2016 definiert dann einen der wenigen verbliebenen Widerstände. Interessanterweise
harmoniert die angeführte Trendlinie gut mit der 161,8%-Fibonacci-Projektion der Märzkorrektur
(2.450 Punkte). Auf der Unterseite dient indes die 38-Tages-Linie (akt. bei 2.368
Punkten) als erste Unterstützung. Im Zusammenspiel mit der Aufwärtskurslücke vom 24.
April (2.369 zu 2.356 Punkten) entsteht auf diesem Niveau eine wichtige Bastion, die
Anleger als Stopp-Loss für bestehende Engagements heranziehen können. |
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S&P 500® (Daily) |
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| Fibonacci-Cluster als Sprungbrett |
| Korrekturen „orientieren“ sich in ihrem Ausmaß oftmals an Fibonacci-Retracements.
Besonders interessant sind solche Fibonacci-Korrekturen, wenn zwei unterschiedliche
Retracements in einem engen Kursband zusammenfallen. Genau das ist die Konstellation
bei der Wacker Chemie-Aktie. Auf Basis der Bastion aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei
93,56 EUR) sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (93,43/92,92
EUR) hat das Papier zuletzt die Kurve bekommen. Ein weiteres Kernargument liefert
in diesem Zusammenhang der Bruch des Korrekturtrends seit Ende Januar. Da damit die
Verschnaufpause der letzten Monate als (aufwärtstrend-)bestätigende Flagge interpretiert
werden kann, winkt als Belohnung perspektivisch ein Anlauf auf das bisherige Jahreshoch
bei 115,20 EUR. Zusammen mit den Hochs von 2015 zwischen 116,45 EUR und 117,80 EUR
entsteht hier die nächste wichtige Widerstandszone. Um den beschriebenen „Dreh“ nach
oben nicht zu gefährden, sollte die Wacker Chemie-Aktie in Zukunft nicht mehr nachhaltig
unter die Auffangmarken bei rund 100 EUR zurückfallen. |
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Wacker Chemie (Weekly) |
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| Flagge als Startschuss? |
| Zwei interessante charttechnische Weichenstellungen hat die Gerresheimer-Aktie zuletzt
vorgenommen: Auf die Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 72,53 EUR) folgte
jüngst der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend (akt. bei 73,29 EUR). Damit
kann die Atempause der letzten drei Monate unter dem Strich als trendbestätigende
Flagge interpretiert werden (siehe Chart). Der Abschluss dieses Konsolidierungsmusters
rückt die Widerstandszone aus den Hochpunkten der letzten anderthalb Jahre zwischen
76,62 EUR und 77,37 EUR in den Fokus. Das rechnerische Kursziel von rund 80 EUR –
abgeleitet aus der beschriebenen Flagge – lässt perspektivisch sogar auf ein Lüften
dieses „Deckels“ schließen, der sich in den letzten 18 Monaten vielfach als unüberbrückbare
Hürde erwiesen hatte. Rückenwind kommt aktuell von Seiten des trendfolgenden MACD,
der gerade ein positives Schnittmuster geliefert hat. Besonders hervorheben möchten
wir allerdings den Bruch des Abwärtstrends seit August 2015 im Verlauf der Relativen
Stärke nach Levy (27 Wochen). Um die Chance auf neue Rekordstände zu erhalten, sollte
das Papier in Zukunft nicht mehr unter den o. g. gleitenden Durchschnitt zurückfallen. |
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Gerresheimer (Daily) |
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