17.05.2017 09:00
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DAX® - Aufkommende Gewinnmitnahmebereitschaft

Aufkommende Gewinnmitnahmebereitschaft
Der DAX® konnte gestern seinen Rekordstand bis auf 12.842 Punkte ausbauen. Dennoch sorgt die gestrige Entwicklung „nur“ für ein gemischtes Bild. Während das neue Verlaufshoch den unverändert intakten Hausseimpuls signalisiert, zeugt der markante Docht der gestrigen Tageskerze von einer größer werdenden Gewinnmitnahmebereitschaft. Da auch die Vorgaben durchwachsen sind, möchten wir uns heute explizit mit den nächsten Auffangmarken auseinandersetzen. Eine erste Unterstützung stellen dabei die verschiedenen Hochs bei 12.783/71 Punkten dar. Wesentlich wichtiger ist unseres Erachtens allerdings die Kombination aus dem jüngsten „swing low“ bei 12.662 Punkten und der Parallelen (akt. bei 12.648 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Februar. Während tradingorientierte Anleger bestehende Engagements auf dieser Basis absichern können, lassen langfristige Investoren ihren Positionen mit einem Stopp im Bereich der alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten etwas mehr Luft zum Atmen. Erst unterhalb dieser Bastion wäre die DAX®-Hausse grundsätzlich in Frage zu stellen.

DAX® (Daily)
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Nachhaltiger Ausbruch?
Seit Anfang März befindet sich der S&P 500® im Konsolidierungsmodus. Dabei hat sich die Marke von 2.400 Punkten als wichtige Hürde herauskristallisiert. Die Bedeutung dieser Marke lässt sich beispielsweise auch an dem im Monatschart zuletzt ausgeprägten „Innenstab“ ablesen. Mit 2.406 Punkten gelang den amerikanischen Standardwerten gestern ein neuer Rekordstand. Die große Frage ist nun, ob es sich um einen nachhaltigen Ausbruch auf der Oberseite handelt, denn eine positive Weichenstellung würde sicher nochmals neue Kräfte freisetzen. Die Parallele (akt. bei 2.454 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Juni 2016 definiert dann einen der wenigen verbliebenen Widerstände. Interessanterweise harmoniert die angeführte Trendlinie gut mit der 161,8%-Fibonacci-Projektion der Märzkorrektur (2.450 Punkte). Auf der Unterseite dient indes die 38-Tages-Linie (akt. bei 2.368 Punkten) als erste Unterstützung. Im Zusammenspiel mit der Aufwärtskurslücke vom 24. April (2.369 zu 2.356 Punkten) entsteht auf diesem Niveau eine wichtige Bastion, die Anleger als Stopp-Loss für bestehende Engagements heranziehen können.

S&P 500® (Daily)
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Fibonacci-Cluster als Sprungbrett
Korrekturen „orientieren“ sich in ihrem Ausmaß oftmals an Fibonacci-Retracements. Besonders interessant sind solche Fibonacci-Korrekturen, wenn zwei unterschiedliche Retracements in einem engen Kursband zusammenfallen. Genau das ist die Konstellation bei der Wacker Chemie-Aktie. Auf Basis der Bastion aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 93,56 EUR) sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (93,43/92,92 EUR) hat das Papier zuletzt die Kurve bekommen. Ein weiteres Kernargument liefert in diesem Zusammenhang der Bruch des Korrekturtrends seit Ende Januar. Da damit die Verschnaufpause der letzten Monate als (aufwärtstrend-)bestätigende Flagge interpretiert werden kann, winkt als Belohnung perspektivisch ein Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 115,20 EUR. Zusammen mit den Hochs von 2015 zwischen 116,45 EUR und 117,80 EUR entsteht hier die nächste wichtige Widerstandszone. Um den beschriebenen „Dreh“ nach oben nicht zu gefährden, sollte die Wacker Chemie-Aktie in Zukunft nicht mehr nachhaltig unter die Auffangmarken bei rund 100 EUR zurückfallen.

Wacker Chemie (Weekly)
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Flagge als Startschuss?
Zwei interessante charttechnische Weichenstellungen hat die Gerresheimer-Aktie zuletzt vorgenommen: Auf die Rückeroberung der 200-Tages-Linie (akt. bei 72,53 EUR) folgte jüngst der Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend (akt. bei 73,29 EUR). Damit kann die Atempause der letzten drei Monate unter dem Strich als trendbestätigende Flagge interpretiert werden (siehe Chart). Der Abschluss dieses Konsolidierungsmusters rückt die Widerstandszone aus den Hochpunkten der letzten anderthalb Jahre zwischen 76,62 EUR und 77,37 EUR in den Fokus. Das rechnerische Kursziel von rund 80 EUR – abgeleitet aus der beschriebenen Flagge – lässt perspektivisch sogar auf ein Lüften dieses „Deckels“ schließen, der sich in den letzten 18 Monaten vielfach als unüberbrückbare Hürde erwiesen hatte. Rückenwind kommt aktuell von Seiten des trendfolgenden MACD, der gerade ein positives Schnittmuster geliefert hat. Besonders hervorheben möchten wir allerdings den Bruch des Abwärtstrends seit August 2015 im Verlauf der Relativen Stärke nach Levy (27 Wochen). Um die Chance auf neue Rekordstände zu erhalten, sollte das Papier in Zukunft nicht mehr unter den o. g. gleitenden Durchschnitt zurückfallen.

Gerresheimer (Daily)
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Quelle

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