| Aufwärtstrend bietet Halt |
| Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die deutschen Standardwerte den steilen Aufwärtstrend seit März 2009 (akt. bei 9.241 Punkten) einer Belastungsprobe unterzogen. Kurzfristig mehren sich die Anzeichen dafür, dass die beschriebene Trendlinie dem Druck standhält. Zum einen wurden die letzten beiden Wochentiefs (9.226/14 Punkte) auf nahezu identischem Niveau ausgeprägt, so dass ein sog. „tweezer bottom“ entsteht. Zum anderen handelt es sich bei der jüngsten Wochenkerze, um ein „reversal“-Muster mit markanter Lunte. Beide Phänomene dokumentieren damit den laufenden Stimmungswandel. Nach Norden hin hat das Aktienbarometer allerdings vor allem mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.060 Punkten) und dem im Tageschart zu Buche stehenden „Brexit-Gaps“ bei 9.720 zu 10.105 Punkten massive Hürden vor der Brust. Trotz der kurzfristigen Stabilisierungstendenzen gilt es unter strategischen Aspekten, den eingangs angeführten Aufwärtstrend seit dem Jahr 2009 unbedingt zu verteidigen. Ansonsten hätte der DAX® mit dem nächsten Nackenschlag zu kämpfen, der perspektivisch sogar das bisherige Jahrestief bei 8.700 Punkten wieder in den Fokus rücken würde. |
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DAX® (Weekly)
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| Bodenbildung zum Greifen nah |
| Es ist kaum zu glauben, aber nach der Adidas-Aktie weisen die Papiere von RWE die zweitbeste Wertentwicklung aller DAX®-Titel im 1. Halbjahr 2016 auf. Wir hatten die sich verbessernden charttechnischen Perspektiven des Versorgers bereits verschiedentlich unter die Lupe genommen (siehe „Daily Trading“ vom 20. April bzw. 6. Juni). Die Kernargumente haben dabei unverändert Bestand. So spricht das höchste Handelsvolumen das jemals erzielt wurde (September 2015) weiter dafür, dass eine klassische „selling climax“ stattgefunden hat, in der – streng nach Kostolany – die Papiere von den „schwachen“ in die „starken“ Hände wechselten. Mit Blick auf die quantitativen Indikatoren liefern der Abwärtstrendbruch im Verlauf des RSI, die langjährige positive Divergenz des MACD sowie dessen frisches Einstiegssignal weitere „bullishe“ Argumente. Besonders hervorheben möchten wir aber den historisch großen Abstand zwischen oberem und unterem Bollinger Band (siehe Chart). Derart weit auseinanderliegende Begrenzungen des Volatilitätsindikators signalisieren eine Trenddynamik, welche sich kaum stärker oder über einen längeren Zeitraum durchhalten lässt. Deshalb dürfte der dynamische Baissetrend seit 2008, in dessen Verlauf die Aktie sich gezehntelt hat, ein Ende finden. |
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RWE (Monthly)
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| Buy-Trigger bei 14,09/54 EUR |
| In diesem Zusammenhang steht die RWE-Aktie aktuell an einer ganz entscheidenden charttechnischen Schwelle. Gemeint ist die Kombination aus den letzten Verlaufshochs bei gut 14 EUR und dem steilen Baissetrendlinie seit Januar 2010 (akt. bei 14,25 EUR) sowie der Kurslücke vom August 2015 bei 14,24/14,55 EUR. Ein Sprung über die angeführten Hürden sorgt für einen doppelten Befreiungsschlag, da dann nicht nur die Bodenbildung der letzten Monate abgeschlossen, sondern gleichzeitig auch die seit Oktober 2015 ausgeprägten „inside months“ endgültig nach oben aufgelöst wären. Lohn der Mühen ist ein ordentliches Anschlusspotential bis knapp 20 EUR, welches sich aus der Höhe der unteren Umkehr ableiten lässt. Im Erfolgsfall dürfte der Titel also Kurs auf die ehemaligen Mehrjahrestiefs vom August 2013 und September 2011 bei 20,48/21,15 EUR nehmen. Auch gemessen an den Kriterien der relativen Stärke und des Momentums macht der Versorger derzeit eine gute Figur. Schließlich zählt das Papier zu den wenigen DAX®-Titeln, die sich nach der wöchentlichen Auswertung im „HSBC Trendkompass“ in einem Aufwärtstrend befinden. Um die vielversprechende Ausgangslage nicht zu gefährden, gilt es in Zukunft nicht mehr unter das Aprilhoch bei 13,47 EUR zurückzufallen. |
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RWE (Weekly)
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| Kleine Bodenbildung, große Bodenbildung |
| Der Silberpreis startet derzeit richtig durch. Startschuss war der Bruch des im April 2011 etablierten Baissetrends (akt. bei 15,05 USD), denn damit kann aus charttechnischer Sicht die gesamte Korrektur der letzten Jahre als klassische Flagge interpretiert werden (siehe Chart). Zudem signalisiert die aktuelle Konstellation der steigenden Glättungslinien (38, 90, 200 Tage) auf Tagesbasis einen neuen, idealtypischen Aufwärtstrend. Und die Erfolgsgeschichte geht noch weiter: So gelang es zusätzlich bereits, die extrem wichtige Widerstandszone aus den horizontalen Barrieren in Form der jüngsten Verlaufshochs sowie der Tiefs von 2013/14 zwischen 17,71 USD und 18,72 USD zu überwinden. Damit ist die bereits zuvor vervollständigte inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation gleichzeitig Teil eines größeren, unteren Umkehrprozesses (siehe Chart). Aus der Höhe der Bodenformation lässt sich nun ein rechnerisches Anschlusspotential bis in den Bereich von rund 23 USD ableiten. Auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Kurspotentials definieren die 200-Wochen-Linie (akt. bei 20,15 USD) sowie die Hochpunkte vom Juli bzw. Februar 2014 bei 21,53/22,18 USD wichtige Etappenziele. |
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Silber (Weekly)
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