| Ausbruch hat Bestand |
| Aus dem in der Vorwoche ausgeprägten konstruktiven Candlestickmuster in Form eines klassischen „Hammers“ konnte der DAX® in der abgelaufenen Woche kein Kapital schlagen. Auffällig ist zudem die geringe Handelsspanne von nicht einmal 200 Indexpunkten. Dennoch hat unter dem Strich der Bruch des im April vergangenen Jahres etablierten Korrekturtrends (akt. bei 10.221 Punkten) weiterhin Bestand, so dass die gesamte Verschnaufpause der letzten anderthalb Jahre letztlich als klassische Flagge interpretiert werden kann. Zusammen mit den zuletzt ausführlich beschriebenen saisonalen bzw. zyklischen Rahmenbedingungen sehen wir deshalb unverändert gute Voraussetzungen für neue Jahreshochs. Ein Anstieg über die letzten Verlaufshochs zwischen 10.705 und 10.802 Punkten dürfte in diesem Zusammenhang neue Kräfte freisetzen und den Weg in Richtung des Hochs vom vergangenen November bei 11.431 Punkten ebnen. Auf der Unterseite kann das Tief der o. g. Hammerkerze bei 10.190 Punkten mittlerweile als sog. „swing low“ klassifiziert werden, so dass zusammen mit dem o. g. ehemaligen Korrekturtrend auf diesem Niveau eine kritische Unterstützungszone entsteht. |
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DAX® (Weekly)
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| 3.157/3.163 Punkte als Schlüsselzone |
| In den letzten Wochen gab es kaum noch Bewegung bei den europäischen Standardwerten, was uns die Gelegenheit gibt, die langfristigen Perspektiven des EuroStoxx 50® wieder einmal auf den Prüfstand zu stellen. Aus charttechnischer Sicht gibt es gute Gründe für die gegenwärtige Bewegungsarmut. Schließlich bildet die 200-Wochen-Linie (akt. bei 3.092 Pkt.) im Zusammenspiel mit dem Hoch vom April 2016 bei 3.157 Pkt. und dem seit April vergangenen Jahres etablierten Korrekturtrend (akt. bei 3.163 Pkt.) ein massives Widerstandsbündel. Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone durch die Hochpunkte der Jahre 2010 und 2011 bei 3.044/77 Pkt. sowie das 38,2%-Fibonacci-Retracement der gesamten Konsolidierung der letzten anderthalb Jahre (3.117 Pkt.). Ein Spurt über die angeführten Hürden hätte den Charme, dass dann ein Doppelboden abgeschlossen wäre, aus dem sich immerhin ein rechnerisches Anschlusspotential von knapp 500 Pkt. ableiten ließe. Mit anderen Worten: Im Erfolgsfall rückt der seit Beginn des Jahrtausends dominierende Baissetrend (akt. bei 3.593 Pkt.) wieder in den Fokus. Auf der Unterseite sollten die europäischen „blue chips“ nicht mehr nachhaltig unter die Marke von 2.900 Pkt. zurückfallen, denn dies würde den Hoffnungen auf eine untere Umkehr einen herben Dämpfer verpassen. |
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EURO STOXX 50® (Weekly)
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| Gap dokumentiert Gezeitenwandel |
| Seit Ende 2014 befindet sich die Morphosys-Aktie im Rückwärtsgang und hat sich dabei in der Spitze fast gedrittelt. Nachdem der Biotechtitel zuletzt mehrfach auf einer aus dem Jahr 2006 stammenden Trendlinie (akt. bei 36,79 EUR) ?aufgesetzt hat, ist das Papier nun wieder einen Blick wert. Dazu trägt vor allem die zu Wochenbeginn gerissene Aufwärtskurslücke (37,73 EUR zu 41,55 EUR) bei, mit der gleichzeitig die 38-Wochen-Linie (akt. bei 41,32 USD) zurückerobert wurde. Nach einer langen Baissephase markieren solche Gaps, die nicht geschlossen werden, oftmals den Startpunkt für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung. Weitere Argumente in diese Richtung liefern derzeit die quantitativen Indikatoren. Hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang die positiven Divergenzen seitens des MACD und des RSI wie sie typisch für die Spätphase eines Baissetrends sind. Zu guter Letzt signalisieren die objektiven Kriterien des „HSBC Trendkompass“ in Form der relativen Stärke (Levy) sowie des Momentums nun wieder eine idealtypische Aufschwungphase. In der Konsequenz erwarten wir in den nächsten Wochen einen Anlauf auf die wichtige Widerstandszone aus diversen Hoch- und Tiefpunkten sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements bei rund 50 EUR. |
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MorphoSys (Weekly)
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| Neue Impulse gesucht |
| Seit Anfang Februar ist die Nordex-Aktie in einer seitlichen Schiebezone zwischen knapp 22 EUR und gut 28 EUR gefangen. In der Konsequenz liegen alle von uns betrachteten Glättungslinien (38, 90 und 200 Tage) sehr dicht beieinander, was in der Vergangenheit oftmals den idealen Nährboden für den nächsten Trendimpuls darstellte. Mit den Bollinger Bändern liefert noch ein weiterer Indikator einen Fingerzeig in diese Richtung. So haben sich die Begrenzungen des Volatilitätsindikators sowohl auf Tages- als auch auf Wochen- und Monatsbasis stark zusammengezogen. In der Summe steht das Papier u. E. vor einem Vola-Impuls, wobei sich Anleger prozyklisch im Ausbruchsfall positionieren sollten. Mit anderen Worten: Als Signalgeber auf der Oberseite definieren wir einen Anstieg über die letzten Verlaufshochs bei 27,90/27,95/28,45 EUR, der die beschriebene Tradingrange nach oben auflösen würde. Für ihre Geduld werden Investoren dann mit einem Anschlusspotential von rund 6 EUR entlohnt. Auf der Unterseite dürfte sich das aufgestaute Bewegungspotential indes bei Notierungen unterhalb von 22 EUR entladen. Allerdings macht bereits ein Abgleiten unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 25,86 EUR) eine Belastungsprobe des unteren Endes der Schiebezone wahrscheinlicher. |
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Nordex (Daily)
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