| In den letzten Wochen gab es kaum noch Bewegung bei den europäischen Standardwerten, was uns die Gelegenheit gibt, die langfristigen Perspektiven des EuroStoxx 50® wieder einmal auf den Prüfstand zu stellen. Aus charttechnischer Sicht gibt es gute Gründe für die gegenwärtige Bewegungsarmut. Schließlich bildet die 200-Wochen-Linie (akt. bei 3.092 Pkt.) im Zusammenspiel mit dem Hoch vom April 2016 bei 3.157 Pkt. und dem seit April vergangenen Jahres etablierten Korrekturtrend (akt. bei 3.163 Pkt.) ein massives Widerstandsbündel. Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone durch die Hochpunkte der Jahre 2010 und 2011 bei 3.044/77 Pkt. sowie das 38,2%-Fibonacci-Retracement der gesamten Konsolidierung der letzten anderthalb Jahre (3.117 Pkt.). Ein Spurt über die angeführten Hürden hätte den Charme, dass dann ein Doppelboden abgeschlossen wäre, aus dem sich immerhin ein rechnerisches Anschlusspotential von knapp 500 Pkt. ableiten ließe. Mit anderen Worten: Im Erfolgsfall rückt der seit Beginn des Jahrtausends dominierende Baissetrend (akt. bei 3.593 Pkt.) wieder in den Fokus. Auf der Unterseite sollten die europäischen „blue chips“ nicht mehr nachhaltig unter die Marke von 2.900 Pkt. zurückfallen, denn dies würde den Hoffnungen auf eine untere Umkehr einen herben Dämpfer verpassen. |