| Beginnt die Q3-Korrektur schon im Juni? |
| Um das wichtigste vorwegzunehmen: Jetzt wird es ernst für den DAX®! Schließlich sorgen
die gestrigen Kursabschläge nicht nur für ein „bearish engulfing“, sondern rücken
auch die Haltezone aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend seit Februar (akt. bei 12.398
Punkten) und den alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten ins Blickfeld. Ein Bruch
dieser Bastion käme einem deutlichen Schuss vor den Bug gleich. Da zuletzt verschiedene
Sentimenterhebungen (u. a. die der „American Association of Individual Investors“)
einen sehr hohen Anteil neutral gestimmter Anleger messen konnten, begünstigt eine
solche Positionierung sprunghafte Handlungen seitens der Marktteilnehmer. Mit anderen
Worten: Die Tragweite eines Rebreaks des alten Rekordstands vom April 2015 kann eigentlich
gar nicht überbewertet werden. Vor dem Hintergrund des heute anstehenden Monatsultimo
ist auch der Blick auf den Monatschart interessant. Inzwischen steht die zweite Monatskerze
mit markantem Docht zu Buche und der laufende Monat bildet dabei ebenfalls ein „bearish
engulfing“ – beide Phänomene dokumentieren die derzeit bestehenden Risiken. |
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DAX® (Daily) |
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| Neuralgischer Punkt unterschritten |
| Gestern hatten wir an dieser Stelle die 10-jährige Rendite auf den Prüfstand gestellt.
Heute wollen wir mit der Analyse des Euro-BUND-Future nachlegen, denn dieser musste
gestern ein extrem kritisches Level preisgeben. Gemeint ist die Kumulationszone aus
den Glättungslinien der letzten 38 bzw. 200 Tage (akt. bei 162,73/66), einem Fibonacci-Level
(162,60) sowie einer ehemaligen Trendlinie (akt. bei 162,44). Aufgrund des Bruchs
dieser Bastion müssen Anleger weitere Abschläge bei dem Rentenbarometer einkalkulieren,
zumal der trendfolgende MACD gerade ein frisches Ausstiegssignal generiert hat. Die
nächsten Unterstützungen befindet sich dann erst wieder bei 160,69 (Hoch vom April
2015) sowie insbesondere bei 159,14 bzw. 158,73, wo der Euro-BUND-Future die letzten
zyklischen Tiefs ausgeprägt hat. Unterhalb der beiden zuletzt angeführten Marken wäre
sogar eine multiple Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigt. Unsere vorsichtige
Grundhaltung wird zusätzlich durch die aktuellen COT-Daten bestätigt. Beim US-T-Note-Future
verfügen die „wissenden“ Commercials aktuell über historisch große Shortengagements,
was wir als weiteren Belastungsfaktor für den Rentenmarkt werten. |
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Euro-BUND-Future (Daily) |
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| Schlagseite – Kippt der Trend? |
| Lange Zeit strebte die SAP-Aktie wie an der Schnur gezogen von einem Hoch zum nächsten.
Zuletzt hat sich die Stimmung allerdings gedreht, was technisch motivierte Anleger
an den jüngsten beiden Abwärtsgaps sowie dem Rutsch unter die 38-Tages-Linie (akt.
bei 94,65 EUR) festmachen können. Noch schwerwiegender ist möglicherweise das gestern
vervollständigte Doppeltopp, welches mit dem Rutsch unter das Tief vom 12. Juni bei
91,86 EUR Realität wurde. Aufgrund der negativen Weichenstellung ergibt sich nun ein
weiteres Abschlagspotential von rund 5 EUR, das gut mit der 200-Tages-Glättung (akt.
bei 86,28 EUR) harmoniert. Auch die höheren Zeitebenen betonen derzeit die Risiken.
Im Wochenbereich stechen die frischen Ausstiegssignale seitens des RSI und des MACD
hervor. Mit Blick auf das nahende Wochenende bzw. den nahenden Monatsultimo drohen
zudem jeweils negative Candlestickmuster in Form eines „bearish engulfing“. Auf Wochenbasis
könnte der aktuelle Kerzenkörper sogar die Pendants der letzten neun Wochen umschließen.
Als Absicherung für neue Shortpositionen bietet sich die verbliebene Abwärtskurslücke
(obere Gapkante bei 94,35 EUR) an. |
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SAP (Daily) |
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