| Gestern Morgen unmittelbar nach Handelseröffnung stand beim DAX® einiges auf dem Spiel. Schließlich sorgte der Rutsch unter das Augusttief bei 9.338 Punkten für ein neues Jahrestief. Da bei einem nachhaltigen Abgleiten unter diese Bastion auch aus Sicht des Point & Figure-Charts ein erneutes prozyklisches Verkaufssignal entstünde, war das auf diesem Level einsetzende Kaufinteresse, durch die charttechnische Brille betrachtet, extrem wichtig. Um aber zumindest ansatzweise Entwarnung geben zu können, müssten die zuletzt mehrfach angeführten Hochpunkte bei 9.708/46 Punkten überwunden werden. Schließlich definiert die zuletzt genannte Marke die Nackenlinie eines potentiellen Doppelbodens im Stundenchart. Gelingt der kleine Befreiungsschlag, ergibt sich zumindest ein rechnerisches Erholungspotential von gut 200 Punkten, zumal RSI und MACD mittlerweile eine divergente Entwicklung zeigen. Dennoch kommt die aktuelle Chartsituation am deutschen Aktienmarkt einem „Tanz auf der Rasierklinge“ gleich, denn ein Unterschreiten der jüngsten Verlaufstiefs bei 9.362/38/25 Punkten macht jeden Stabilisierungsansatz zunichte und setzt den DAX® sofort wieder unter Druck. |