01.08.2016 09:00
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DAX® - Die saisonalen Rahmenbedingungen

Die saisonalen Rahmenbedingungen
Seit Bestehen des DAX® sind die Börsenmonate August und September nicht gerade durch ihre Stärke aufgefallen. Ganz im Gegenteil: Es sind die einzigen beiden Monate des Jahres, in denen die Durchschnittsperformance seit 1988 negativ sind (jeweils -2,58%). Speziell der September weist sogar als einziger Monat eine höhere Wahrscheinlichkeit (60,7 %) für fallende Notierungen auf. Ähnlich verhält sich das Bild beim Dow Jones Industrial Average. Dort schlägt sich der August im Durchschnitt (seit 1897) jedoch noch deutlich positiver (+0,93%), wohingegen auch hier der September den mit Abstand schlechtesten Börsenmonat darstellt – und zwar sowohl im Hinblick auf die Monatsperformance als auch bezüglich der historischen Wahrscheinlichkeit für Kursgewinne im Monatsverlauf. Am eindrucksvollsten verdeutlicht die saisonale „Dürreperiode“ das folgende Beispiel: Ein Anleger, der 1897 1 USD in den DJIA investiert hätte, verfügt heute über ein Vermögen von 249 USD. Der gleiche Investor würde heute 1.215 USD sein Eigen nennen, wenn er jeweils den September ausgespart hätte. Normalerweise sollten Anleger nach diesen Ergebnissen gewarnt sein und ihr Pulver während des heute beginnenden Augusts, aber speziell im September eher trocken zu halten. (Fortsetzung siehe unten)
 
 
  DAX® (Daily)  
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August okay – Vorsicht im September
Die isolierte Betrachtung der Monatsperformance greift unseres Erachtens allerdings zu kurz. Deshalb wollen wir im zweiten Schritt auch die wichtigsten Zyklen – Stichwort: Dekaden- und US-Präsidentschaftszyklus – mit ins Kalkül einbeziehen, auf die wir regelmäßig beispielsweise im technischen Jahresausblick eingehen. Der durchschnittliche Verlauf des DJIA in sog. 6er-Jahren legt noch zyklischen Rückenwind bis Mitte August nahe, ehe die amerikanischen Standardwerte sich mit einer bis in den Oktober andauernden Korrekturphase konfrontiert sehen. Betrachten Investoren nur die Wahljahre, dann ist der August mit einem Plus von 2,74 % sogar der beste Börsenmonat. Erst in der Zeit von Anfang September bis Mitte Oktober setzt typischerweise eine Korrektur ein. Ein ähnliches Bild liefert die Betrachtung des Wahlzyklus unter der Prämisse, dass die zweite Amtsperiode des Präsidenten endet: In diesem Fall ist das 2. Halbjahr zwar oftmals durch eine volatile Seitwärtsphase gekennzeichnet, bis Anfang September sorgt die Saisonalität aber für einen unterstützenden Faktor. In der Summe könnte der August noch passabel über die Bühne gehen, ehe im September an den Aktienmärkten eine holprigere Phase droht.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Noch viel Arbeit vor sich
Der EuroStoxx 50® konnte die Unterstützung in Form des markanten bisherigen Jahrestiefs bei 2.673 Punkten jüngst erfolgreich als Sprungbrett für einen Aufwärtsimpuls nutzen. Dieser führte den Aktienindex zuletzt auch über die 38- und 90-Tages-Glättungen (akt. bei 2.900/63 Punkten), so dass die Stabilisierung zunehmend Formen annimmt. Die wichtigsten Meilensteine für eine nachhaltige „Wende zum Besseren“ rutschen nun aber erst auf die Agenda. Denn erst oberhalb der nächsten Hürden in Form der 200-Tages-Linie (akt. bei 3.070 Punkten), eines Fibonacci-Retracements (3.117 Punkte) bzw. des Hochs vom April bei 3.156 Punkten wäre eine massive Bodenbildung mit einem Anschlusspotential von satten 500 Punkten abgeschlossen. Im Erfolgsfall dürfte genug Rückenwind generiert werden, dass auch die Befreiung aus dem Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei 3.229 Punkten) sowie vor allem aus dem seit dem Jahr 2000 dominierenden Baissetrend (auf Wochenbasis akt. bei 3.611 Punkten) gelingt. Da aber die o. g. Hürden an Massivität nicht zu unterschätzen sind, sollten Anleger nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.
 
 
  EURO STOXX 50® (Daily)  
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