29.07.2016 08:00
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DAX® - Divergenzen als Hemmschuh

Divergenzen als Hemmschuh
Der DAX® konnte gestern sein Tageshoch (10.382 Punkte) nicht ansatzweise über die Ziellinie retten. Im Gegenteil: Unter dem Strich steht auf Tagesbasis ein „shooting star“ zu Buche. Dieses Candlestickmuster sollten Anleger als Zeichen des Respekts vor den Hochpunkten vom Juni und Mai bei 10.340/65 Punkten interpretieren, zumal mit dem Erreichen dieser Marken auch das rechnerische Kursziel des zuletzt vervollständigten Doppelbodens ausgeschöpft wurde. Weitergehende Kurszuwächse bis zur riesigen Kurslücke vom ersten Handelstag des Jahres (10.486 zu 10.743 Punkte) dürften dem Aktienbarometer deshalb nicht mehr so leicht fallen wie zuletzt. Als Bremsklotz könnten sich dabei auch die negativen Divergenzen seitens verschiedener Indikatoren auf Stundenbasis erweisen. In diesem Zeitfenster haben weder RSI und MACD noch das Momentum zuletzt die neuen Verlaufshochs im eigentlichen Chartverlauf durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigen können. Trotz der höher zu erwartenden Eröffnung betonen wir deshalb heute die nächsten Unterstützungen bei 10.166 Punkten (ehemaliger Abwärtstrend seit Anfang Dezember 2015) sowie die Kombination aus den beiden Fibonacci-Retracements (10.109/10.065 Punkte) bzw. der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.076 Punkten).
 
 
  DAX® (Daily)  
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Im zweiten Anlauf erfolgreich?
In der letzten Woche gelang der Infineon-Aktie der Sprung über das Mehrjahreshoch vom Dezember 2015 bei 14,20 EUR. Diese an sich konstruktive Entwicklung erhält mit Blick auf den Langfristchart des Technologietitels eine ganz andere Dimension: Schließlich definieren die Hochs vom September 2003, Juli 2007 sowie Mai 2015 zwischen 12,15 EUR und 12,64 EUR den „ultimativen Deckel“, dessen nachhaltiges Überwinden die riesige Bodenbildung seit Beginn des Jahrtausends (siehe Chart) abschließen würde. Da auch die trendfolgenden Indikatoren (z. B. MACD, Aroon) freundlich zu interpretieren sind, sehen wir gute Chancen dafür, dass der Ausbruch im zweiten Anlauf erfolgreich sein wird. Zusätzlicher Rückenwind kommt von Seiten der objektiven Auswertung im Rahmen des „HSBC Trendkompasses“. So signalisieren sowohl die relative Stärke (Levy) als auch das Momentum der letzten vier Wochen eine gesunde Marktverfassung. Aufgrund der Tragweite des beschriebenen Ausbruchssignals halten wir langfristig sogar die Parallele (akt. bei 22,19 EUR) zum Aufwärtstrend seit Herbst 2009 für erreichbar. Um das Risiko eines „false breaks“ auf der Oberseite gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte die Aktie zukünftig nicht mehr unter das 2007er-Hoch bei 12,15 EUR zurückfallen.
 
 
  Infineon Technologies (Monthly)  
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„island reversal“ lässt hoffen
Einen der spannendsten Charts überhaupt finden Anleger derzeit bei der Apple-Aktie vor. So hat das jüngste Aufwärtsgap (97,96 USD zu 102,75 USD) den Technologietitel exakt bis an den Dunstkreis der massiven Widerstandszone aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 103,72 USD) und dem seit gut einem Jahr bestehenden Baissetrend (akt. bei 104,17 USD) herangeführt. Gelingt dem Titel der Spurt über das angeführte Barrierenbündel, dürfte zunächst das Abwärtsgap von Mitte April bei 108,95/109,73 USD geschlossen werden. Danach rückt bereits wieder das bisherige Jahreshoch bei 112,39 USD ins Blickfeld. Gleich mehrere charttechnische Aspekte lassen auf eine positive Weichenstellung hoffen. So ergibt sich auf Monatsbasis im Juli aller Voraussicht nach ein konstruktives Candlestickmuster in Form eines „bullish engulfing“. Darüber hinaus hat die Aktie mit dem o. g. Gap eine Bodenbildung abgeschlossen (siehe Chart). Apropos untere Umkehr: Bei näherem Hinsehen sticht neben der eingangs erwähnten Kurslücke das abwärtsgerichtete Pendant vom 27. April (104,00 USD zu 98,70 USD) hervor, so dass in der Kombination der beiden Gaps sogar eine sog. „Inselumkehr“ entsteht. Im Ausbruchsfall können Anleger neue Longpositionen auf Basis der Hochs bei 101,00/100,73 USD engmaschig absichern.
 
 
  Apple (Daily)  
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