14.06.2016 08:00
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DAX® - Doppeltopp als nächster Warnschuss

Doppeltopp als nächster Warnschuss
Der DAX® startete mit dem zweiten Abwärtsgap in Folge (9.819 zu 9.755 Punkte) in die neue Woche. Nur einmal kam es unseres Wissens an drei aufeinanderfolgenden Tagen zu Kurslücken nach unten: im März 2011 während der Atomkatastrophe von Fukushima. Übergeordnet überwiegen deshalb eindeutig die Belastungsfaktoren. Die entscheidenden Stichworte lauten an dieser Stelle: erneuter Rutsch unter die 200-Tages-Linie (akt. bei 10.094 Punkten), Rückfall in den Abwärtstrend seit April 2015 (akt. bei 10.043 Punkten) sowie der Bruch des im Februar etablierten Erholungstrends (akt. bei 10.021 Punkten). Neben der zuletzt angeführten Weichenstellung, die dafür sorgt, dass die Erholung der letzten Monate als (abwärts-)trendbestätigende Flagge interpretiert werden muss, stellt vor allem das Abgleiten unter das Maitief bei 9.737 Punkten einen Belastungsfaktor dar. Letzteres vervollständigt ein Doppeltopp, welches durch die Hochpunkte bei 10.474 bzw. 10.365 Punkten definiert wird. Rein rechnerisch ergibt sich nun ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von rund 9.100 Punkten. Um den größten Druck von den deutschen „blue chips“ zu nehmen, müsste zumindest das jüngste Abwärtsgap (9.755 zu 9.819 Punkte) geschlossen werden.
 
 
  DAX® (Daily)  
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„inside candles“ als Leitplanken
Der Quartalschart des Währungspaars spielte bereits im großen technischen Jahresausblick eine entscheidende Rolle. An dem Charakter eines absoluten Schlüsselcharts hat sich bis heute nichts geändert. Doch der Reihe nach: Die letzten Quartalskerzen vollzogen sich allesamt innerhalb der im 1. Quartal 2015 gesetzten Handelsspanne, so dass eine Serie von sog. „inside quarters“ entsteht. Da die einzelnen 3-Monats-Kerzen darüber hinaus vielfach markante Dochte im Bereich von 1,15/1,18 USD auf der Ober- sowie markante Lunten auf der Unterseite bei rund 1,05 USD aufweisen, gibt die hohe Zeitebene weiterhin die entscheidenden strategischen Leitplanken vor. Konkret bedeutet dies, dass es ein Abgleiten unter die jüngsten Verlaufstiefs bei 1,05 USD unbedingt zu verhindern gilt, denn dann wären die beschriebenen Innenstäbe nach unten aufgelöst. In der Folge müssten sich Anleger tatsächlich auf EUR-Notierungen unterhalb der Parität einstellen. Nach Norden hin bilden dagegen die jüngsten Verlaufshochs bei 1,1495/1,1614/1,1711 USD nur den Auftakt zu einem massiven Widerstandsbündel, welches sich zusätzlich aus einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1,1773 USD bzw. 1,1807 USD) speist.
 
 
  EUR/USD (Quarterly)  
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Geduld gefragt
Die oben angeführten Schlüsselmarken finden auch im Wochenchart des Euro zur US-Valuta ihren Niederschlag. So ist für den Abschluss des seit fast anderthalb Jahren bestehenden Stabilisierungsversuchs ein Spurt über die Hochs bei 1,15/1,18 notwendig. Auf der Unterseite wäre hingegen die Bodenbildung der letzten 17 Monate bei einem Rutsch unter die Tiefpunkte vom Dezember und März 2015 bei 1,0538/1,0456 USD Geschichte. Um das charttechnische Niemandsland zwischen den beiden großen Signalgebern mit Leben zu füllen, bietet sich ein Blick auf den Erholungstrend seit Dezember vergangenen Jahres (akt. bei 1,1110 USD) an. Die angeführte Trendlinie harmoniert bestens mit der 200-Tages-Linie (akt. bei 1,1099 USD) und dem jüngsten Verlaufstief bei 1,1096 USD. Ein Abgleiten unter den diskutierten Kumulationspunkt würde für einen echten Wermutstropfen sorgen, zumal dann auch die Erholung der letzten Monate unter dem Strich als (abwärts-)trendbestätigende Flagge interpretiert werden müsste. Bei einer negativen Weichenstellung definieren die Tiefs bei rund 1,08 USD eines der wenigen verbliebenen Etappenziele auf dem Weg zur o. g. Schlüsselmarke bei 1,05 USD.
 
 
  EUR/USD (Weekly)  
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Enormer Verkaufsdruck
Der Banktitel hat im August 2015 die 200-Tages-Linie durchbrochen und daraufhin einen Kursrutsch in Höhe von rund 43 % hinnehmen müssen. Im Rahmen dieser Abwärtsbewegung wurde ein Doppeltop (14.03.16 & 19.04.16) mit zwei Gipfeln bei 8,64 EUR bzw. 8,65 EUR ausgebildet, welches mit dem Abwärtsgap Anfang Mai (7,99 EUR zu 7,83 EUR) bestätigt wurde. Mit dem Gap wurde auch die 38-Tages-Linie durchbrochen. Die Formation eines aufsteigenden Dreiecks wurde am 10.06.2016 hinfällig. Derzeit spricht aus technischer Sicht nicht viel für einen steigenden Kurs der Commerzbank-Aktie. Auf der Unterseite sollte im ersten Schritt die Marke in Höhe von 6,21 EUR halten, welche das bisherige Jahrestief markiert. Ansonsten, ist das Allzeittief bei 5,56 EUR das neue Ziel der Bären. Auch der MACD deutet weiter fallende Kurse an. Lediglich der RSI gibt Hoffnung auf steigende Kurse. Dieser liegt nämlich seit dem 10.06.16 auf Tagessicht im überverkauften Bereich. In diesem Zusammenhang ist die Rückeroberung der ehemaligen Unterseite des aufsteigenden Dreiecks bei derzeit rund 7,00 EUR die erste Anlaufstelle für die Bullen.
 
 
  Commerzbank (Daily)  
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