15.07.2016 08:00
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DAX® - Gewinnmitnahmen zum Wochenende?

Gewinnmitnahmen zum Wochenende?
Der DAX® baute seine Zugewinne der letzten Tage weiter aus und stellt damit die aus charttechnischer Sicht entscheidende Widerstandszone zur Disposition. Gemeint ist die Kombination aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 10.062 Punkten), der „Brexit“-Kurslücke (obere Gapkante bei 10.105 Punkten) sowie einem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (10.065/10.109 Punkte). Da die US-Aktienmärkte – Stichwort: Aufwärtsgap beim S&P 500® bzw. Ausbau des Allzeithochs im Verlauf des Dow Jones – weiter für Rückenwind sorgen, dürften die deutschen Standardwerte mittelfristig Kurs auf die Hochs vom Juni und Mai bei 10.341/65 Punkten nehmen. Der Abwärtstrend seit Ende November 2015 (akt. bei 10.237 Punkten) markiert dabei noch ein wichtiges Etappenziel. Unabhängig von dieser mittelfristigen Betrachtung dürften die Bäume heute beim DAX® nicht mehr in den Himmel wachsen. Da das Aktienbarometer seit Freitag vergangener Woche in der Spitze um mehr als 700 Punkte zugelegt hat, und im Stundenbereich diverse Indikatoren (z. B. RSI, Momentum, MACD) eine divergente Entwicklung zeigen, werden zum Wochenausklang Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher.
 
 
  DAX® (Daily)  
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Das Jahr der S-K-S-Muster?
Als zu Jahresbeginn eine klassische Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigt wurde, drohte die grundsätzliche Aufwärtstendenz des MSCI World seit März 2009 zu kippen. Die beschriebene obere Umkehrformation konnte aber zeitnah negiert werden. Aktuell notiert das Weltaktienbarometer wieder an einer entscheidenden Schwelle, denn möglicherweise steht nun die konstruktive Variante der Formation vor dem Abschluss. So definieren die Tiefpunkte bei 1.546/1.460/1.567 Punkten eine potenzielle, inverse S-K-S-Umkehr. Die entscheidende Kumulationszone bildet dabei das alte Rekordhoch aus dem Jahr 2007 (1.686 Punkte), der seit gut einem Jahr bestehende Korrekturtrend (akt. bei 1.691 Punkten) sowie die jüngsten Verlaufshochs bei knapp 1.700 Punkten. Der besondere Charme der aktuellen Ausgangslage liegt darin, dass ein Sprung über die angeführten Hürden nicht nur die inverse S-K-S-Formation komplettieren, sondern gleichzeitig auch eine nahezu idealtypische Flagge abschließen würde (siehe Chart). Im übergeordneten Kontext wäre die Atempause des letzten Jahres dann als (aufwärts-)trendbestätigendes Konsolidierungsmuster zu interpretieren, das perspektivisch sogar auf neue Rekordstände jenseits der Marke von 1.814 Punkten schließen ließe.
 
 
  MSCI World (Weekly)  
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Treppenartig nach Norden
Seit März 2009 bewegt sich die Microsoft-Aktie in einem stabilen Haussetrendkanal (siehe Chart). Zuletzt geriet die Aufwärtsdynamik allerdings etwas ins Stocken, was Anleger an den zuletzt ausgeprägten Schiebezonen und dem daraus resultierenden treppenartigen Anstieg festmachen können. Immerhin sorgt der erfolgreiche Pullback an die 90-Wochen-Linie (akt. bei 48,59 USD) dafür, dass der Ausbruch aus der ersten Tradingrange vom Herbst 2015 letztlich bestätigt wurde. Da auch der trendfolgende MACD vor einem neuen Einstiegssignal steht, sollte der Technologietitel die Hochs vom Dezember vergangenen Jahres und April 2016 bei 56,74/85 USD ins Visier nehmen. Ein Sprung über diese Hürden würde die zweite, kleinere Schiebezone nach oben auflösen und somit für einen Katalysator in Richtung des bisherigen Allzeithochs vom Dezember 1999 bei 59,97 USD sorgen. Solange dieser Befreiungsschlag auf sich warten lässt, können Investoren mit Discountzertifikaten, welche sowohl die o. g. Glättungslinie als auch die bisherigen Jahrestiefs bei 48,19/04 USD als Unterstützung berücksichtigen, attraktive Seitwärtsrenditen erzielen.
 
 
  Microsoft (Weekly)  
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Aufwärtsgap sorgt für neuen Schwung
Die ThyssenKrupp-Aktie wechselte in der letzten Auswertung des „HSBC Trendkompasses“ im Vergleich zur Vorwoche – gemessen an den Kriterien der Relativen Stärke nach Levy und dem Momentum – von einem Abwärts- in einen Aufwärtstrend. Auch die technische Analyse zeigt eine positive Grundtendenz. So hat die Aktie in einem ersten Schritt die 200-Tages-Linie (akt. 17,76 EUR) überwunden, bevor in einem zweiten Schritt das 38-Perioden-Pendant (akt. 18,72 EUR) – und zwar per Aufwärtsgap (18,13/18,70 EUR) – zurückerobert werden konnte. Dazu kommt, dass der Titel damit das Abwärtsgap vom 5. Juli (18,28/17,97 EUR) zeitnah gekontert hat. Da sich beide Kurslücken „überschneiden“, ist eine sog. „Inselumkehr“ entstanden, die ebenfalls ein konstruktives Signal liefert. Als Sahnehäubchen hat die ThyssenKrupp-Aktie mit den jüngsten Kursavancen einen Keil nach oben aufgelöst (siehe Chart), zumal diese Weichenstellung durch ein frisches MACD-Kaufsignal untermauert wird. Das nächste Ziel auf der Oberseite stellen nun die Hochs von Anfang Juni 2016 bei ca. 20,20 EUR dar, bevor perspektivisch sogar das Hoch von Mitte April bei 21,92 EUR auf die Agenda rückt. Auf der Unterseite bieten sich die 38-Tages-Linie und die untere Gapkante des jüngsten Aufwärtsgaps als Stopp-Loss-Niveau an.
 
 
  ThyssenKrupp (Daily)  
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